Lisa Feller kommt zum letzten Mal öfter ALLES MÜNSTER präsentiert das Open Air-Finale am 19. August / Im Interview erzählt die Komikerin über neue Live-Termine, neues Material und Spaß mit Hörformaten

Präsentiert von ALLES MÜNSTER kommt Lisa Feller am 19. August in Kinderhaus zum letzten Mal öfter. (Archivbild: Lena Marie Brinkmann)
Präsentiert von ALLES MÜNSTER kommt Lisa Feller am 19. August in Kinderhaus zum letzten Mal öfter. (Archivbild: Lena Marie Brinkmann)

Bevor Lisa Feller am 19. August am Bürgerhaus Kinderhaus an der frischen Luft den Abschluss ihrer „Ich komm‘ jetzt öfter!“-Tour feiert, hat sie sich sich mit uns über Komik in der Pandemie und die Freuden der Vielseitigkeit unterhalten und uns den schlechtesten Witz erzählt, den sie kennt. Und wir von ALLES MÜNSTER freuen uns, das Open Air-Finale präsentieren zu dürfen.

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Als du Mitte 2019 die Tour zu deinem aktuellen Programm gestartet hast, war noch keine Pandemie in Sicht und du konntest zumindest einen Teil deiner Auftritte spielen. In den beiden Folgejahren waren Liveauftritte dann nur sehr eingeschränkt und unter ungewöhnlichen Bedingungen möglich. Wie hast du diese Zeit erlebt und überstanden?

Zum Glück konnte man ja im März 2020 noch nicht ahnen, was da auf uns alle zukommt. Deshalb habe ich erstmal versucht, die Ruhe zu bewahren, habe viel Zeit mit meinen Kindern verbracht und Instagram für mich entdeckt. So konnte ich den Kontakt zu meinem Publikum halten. Als mir klar wurde, dass das jetzt etwas dauert und vielleicht nie wieder wird wie früher, musste ich das erstmal verdauen. Dann habe ich gemerkt wie wichtig das Lachen gerade in solchen Zeiten ist. Und wie wichtig. Und das ist dann schon etwas besonderes, dass Menschen einem sagen, dass man ihnen hilft. Seitdem habe ich ein noch innigeres Verhältnis zu meiner vermeintlich so leichten Kunst und liebe meinen Job sehr.

Wie sieht es mit der Arbeit an neuem Material aus? Business as usual oder hat Corona etwas an deiner Art, dein Programm zu erarbeiten, geändert?

Die Art an Texten zu arbeiten hat sich nicht verändert. Da ich eine Comedy mache, die nah an der Lebenswirklichkeit und nah am Menschen ist, hat sich natürlich das Themenfeld hier und da verändert. Aber im Zwischenmenschlichen passieren genauso lustige Dinge wie eh und je. Ich muss eigentlich auch weiterhin nur zuhören.

In diesem Sommer bist du letztmalig mit deinem Programm „Ich komm‘ jetzt öfter!“ unterwegs, unter anderem als „großes Finale“ auch am 19. August hier in Münster – sogar Open Air – am Bürgerhaus Kinderhaus. Wie fühlt es sich für dich an, ein Programm zu beenden? Schwingt da Wehmut mit oder überwiegt die Freude auf das neue Material?

Ihr habt das eigentlich schon perfekt beantwortet. Genau. Freude darüber, wieder neue Sachen zu erzählen. Aber auch eine gehörige Portion Wehmut, weil man sein Programm schon sehr liebgewonnen hat und es sitzt wie im Schlaf. Ein Programm zu beendet ist immer ein ganz besonderer Moment. Umso glücklicher bin ich darüber, die Derniere in meiner Heimatstadt hier in Münster zu spielen, das wird ein Fest!

Mit deiner Kollegin Gerburg Jahnke betreibst du seit einiger Zeit den inzwischen auf über 80 Folgen angewachsenen Podcast „Frau Feller und Frau Jahnke“. Wie kam es dazu und was reizt dich an dem Format?

Gerburg und ich waren (in Münster übrigens) frühstücken, genau zu der Zeit als allen klar wurde, dass das noch ein bisschen dauern würde mit der Pandemie. Wir hatten beide das Bedürfnis, nicht in Stillstand zu verharren. Und somit war der Podcast geboren. Mich reizt am Podcast, dass man Zeit hat, sich in Ruhe zu unterhalten. Über alles, was einen bewegt. Ohne Redaktion, die was kürzt. Wir haben einfach Spaß miteinander. Wenn es dann noch genug Leute gibt, die das auch hören wollen, ist es doch wunderbar.

Lisa Feller sprach mit uns über Komik in der Pandemie, die Freuden der Vielseitigkeit und den schlechtesten Witz, den sie kennt. (Archivbild: Lena Marie Brinkmann)

Du bist für deine Umtriebigkeit und Vielseitigkeit bekannt, Liveshows, Podcast, zwei Bücher und unterschiedlichste TV-Formate gehören zu deiner beeindruckenden Vita. Gibt es noch Projekte, von denen du träumst oder die du vielleicht schon geplant hast?

Allerdings! Wenn es soweit ist, käm‘ ich dann wohl auch gerne nochmal auf euch zu!

Nachdem wir in einem älteren Interview schon einmal recht erfolglos nach deinem Lieblingswitz fragten – verrätst du uns denn wenigstens den schlechtesten Witz, den du kennst?

Na gut, einen schlechten kenn ich:

„Wie viel wiegt dein Mann?“ – „Frag mich bitte was Leichteres.“

Zum Abschluss noch ein kleiner Ausblick. Nach den Sommerauftritten mit „Ich komm‘ jetzt öfter“ geht es ab Herbst mit deinem neuen Programm „Dirty Talk!“ weiter. Darfst du uns schon verraten, was uns erwartet?

Vor allem erwartet euch ein Abend, der sich lohnt. Lustig, tiefsinnig, einfach unterhaltsam. Ich finde es teilweise erschreckend wie sehr der Ton im Miteinander gelitten hat und in „Dirty Talk“ möchte ich eine Lanze brechen für die freundliche Kommunikation und den Blick für den anderen. Aber das wichtigste: es wird gelacht!

Vielen herzlichen Dank für deine Zeit und viel Spaß beim „Ich komm‘ jetzt öfter!“-Endspurt!

Dankeschön!

Lisa Feller live: "Ich komm' jetzt öfter!" Freitag, 19. August 2022, Kap 8, Bürgerhaus Kinderhaus Open Air. Einige Tickets für den großen Open-Air-Tour-Abschluss sind noch unter www.eventim.de erhältlich
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