VENUES beim „Up the iFANS“-Gratiskonzert Lautstarker Neustart am 2. April im Skaters Palace / Interview

VENUES spielen beim "Up the iFANS"-Gratiskonzert in Münster. (Foto: Venera Red)
VENUES spielen beim „Up the iFANS“-Gratiskonzert in Münster. (Foto: Venera Red)

Voller Vorfreude durften wir bereits verkünden, dass VENUES beim „Up the iFANS“-Gratiskonzert am 2.4.2022 ein ordentliches Modern-Metal-Brett auf die Bühne des Skaters Palace bringen werden. Jetzt steht uns das Gesangsdoppel Lela Gruber und Robin Baumann Rede und Antwort zu tiefgreifenden Veränderungen, pandemiebedingten Unwägbarkeiten, musikalischen Ideenfindungen und der Hoffnung auf eine fette Live-Saison.

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Wenn man Artikel über eure Bandgeschichte liest, merkt man schnell, dass nicht gerade einfache Jahre hinter euch liegen. Gravierende Besetzungswechsel und eine Pandemie sind Stolpersteine, mit denen man erst mal klar kommen muss. Wie habt ihr es geschafft, trotzdem daran zu wachsen?

Lela: Seit meinem Eintritt in die Band durfte ich leider erst eine „richtige“ Live-Saison mitmachen, bevor die Pandemie uns überkam. Allerdings muss ich sagen, dass die letzten 2 Jahre uns die Möglichkeit gegeben haben, menschlich als Band und als Familie zusammenzuwachsen. Alleine die Tatsache, dass die Umstände niemanden demotiviert haben, sondern ganz im Gegenteil die Hoffnung auf etwas Großes geweckt haben, hat uns stark gemacht.

Robin: Absolut. Die schwierige Zeit hat uns auf jeden Fall zusammengeschweißt und die vorangehenden Besetzungswechsel waren aus banddynamischer Sicht das gesündeste, was VENUES hätte passieren können.

Mitten in der Pandemie ist auch euer neues Album „Solace“ entstanden, das letztes Jahr veröffentlicht wurde. Wie hat für euch die Albumproduktion unter Corona-Bedingungen funktioniert?

Lela: Glücklicherweise haben wir wirklich das Beste aus der „verlorenen“ Zeit gemacht, würde ich sagen. Wir mussten unseren Studioaufenthalt um ein paar Monate verschieben und haben die Zeit dafür genutzt, noch einmal über die Songs zu gehen und alles zu perfektionieren. Zudem hat uns der erste Lockdown eine ganz neue Art und Weise des Songwritings näher gebracht. Da wir uns nicht im Proberaum treffen konnten, um gemeinsam an den Songs zu arbeiten, hat jeder von uns zu Hause, alleine, seine Ideen aufgenommen und weitergeschickt. Ich glaube, dass so nochmal andere Ideen in das Album einfließen konnten und wir uns auf andere Weise entfalten konnten. Dann wurden die Fortschritte immer wieder via Skype besprochen.

Hat sich die schwierige Situation auch textlich im neuen Album niedergeschlagen oder setzt ihr da inhaltlich andere Akzente?

Lela: Auf jeden Fall. Neben der Corona-Krise hat jeder einzelne von uns seine eigenen kleineren und größeren Krisen durchlebt. Die Lockdowns haben diese Krisen natürlich verstärkt. In unseren Texten konnten wir unsere Wut und Zerrissenheit, aber auch unsere Hoffnung verarbeiten. In Solace geht es hauptsächlich darum, Altes hinter sich zu lassen und nach vorne zu schauen. Also genau das, was wir auch im echten Leben umsetzen wollten. Insgesamt ist es ein sehr ehrliches Album geworden.

VENUES im ALLES MÜNSTER Interview. (Foto: Venera Red)
VENUES im ALLES MÜNSTER Interview. (Foto: Venera Red)

Manche nennen es Modern Metal, andere Post-Hardcore, auch dem Melodic Death Metal liegt euere Musik nicht allzu fern. Aber natürlich bieten solche Genres nur eine grobe Orientierung. Wie definiert ihr euren Sound selbst? Welche Trademarks machen euren besonderen Klang aus?

Lela: Uns in eine Schublade zu packen, schaffen wir selbst nicht. Unser Sound zeichnet sich durch den Mix aus Oldschool-Metal-Riffs und modernen Sounds und Arrangements aus. Außerdem steht das Zusammenspiel von Robins Shouts und meinen Clean-Vocals im Fokus.

Robin: Ja, genretechnisch ist es immer etwas kompliziert uns zu benennen, haha. Wir gehören auf jeden Fall irgendwie in diese moderne „Core-Welt“, auch wenn wir viele verschiedene Elemente vereinen, die zum Teil eher ungewöhnlich für dieses Universum sind.

Noch stärker als auf die Studioarbeit hat sich die Pandemie auf das Livegeschäft ausgewirkt. Musstet ihr Konzerte oder gar Touren absagen oder verschieben? Wie sehen eure aktuellen Pläne aus?

Lela: In 2020 hatten wir einen erstaunlich vollen Sommer, mit einigen Shows und Festivals. Unter anderem dem Rock for People in Tschechien, wo wir für einen kurzen Moment den Eindruck hatte, die Pandemie wäre vorüber. Dort wurde jeder Besucher beim Einlass getestet. Und das jeden Tag, somit war das nicht leichtsinnig, aber eine willkommene Abwechslung. Ansonsten gab es noch das Baden im Blut, Pell Mell Festival, eine ausverkaufte bestuhlte Show in München und ein paar kleinere Shows, die online gestreamt wurden. Leider war das dann im Herbst vorbei und wir mussten tatsächlich zurückstecken, was unsere Touren angeht. Im Oktober / November / Dezember wären wir mit Emil Bulls auf Tour gewesen, diese wurde auf 2023 verschoben. Außerdem mussten wir schweren Herzens unsere Co-Headline-Tour mit Oceans, die jetzt im Januar und März gewesen wäre, komplett absagen. Gerade die Emil-Bulls-Tour, bei der wir als Main Support am Start gewesen wären, hätten wir sehr gerne gespielt!

Für den Sommer 2022 haben wir große Hoffnung, dass sich die ganze Lage weiterhin beruhigt und wir alle bisher geplanten Shows spielen können. Nach und nach werden die aktuellen Dates veröffentlicht werden.

Ein Gratiskonzert im Vorfeld eines Festivals als Dankeschön für die Fans ist eine recht unübliche Geschichte. Was erwartet ihr vom „Up the iFANS“?

Lela: Wir freuen uns sehr auf das Festival und sind gespannt! Ich denke, bei einem Gratiskonzert haben wir die Möglichkeit, Menschen zu erreichen und kennenzulernen, die wir sonst nicht treffen würden.

Robin: Definitiv eine mega Aktion, die gerade in der jetzigen Zeit, in der ein Großteil der Konzertgänger stark verunsichert ist bzgl. endlosen Verschiebungen und Zurückgeben der Tickets, ein starkes Statement setzt und hoffentlich eine allgemeine Verbesserung der Situation einläutet!

Und zum Schluss – schließlich sind wir ja ein Stadtmagazin: Wird die Show im April euer erster Gig in Münster oder hattet ihr schon Berührungspunkte mit der Stadt?

Robin: Tatsächlich wird das die erste Show von VENUES in Münster und gleichzeitig auch unsere erste Show in 2022, was uns enorm freut! Wir sind schon ziemlich heiß aufs Up the iFANS und wissen, das wird ein gebührender Auftakt für 2022! Wir sehen uns!

Vielen Dank für das Interview – wir sehen uns beim „Up the iFANS“!

Alle Infos zum (kostenlosen!) „Up the iFANS“ am 2.4.2022 mit u.a. VENUES und Rising Insane und dem iFAN Musik-Festival am 21.5.2022 mit u.a. Guano Apes gibt es hier

ALLES MÜNSTER präsentiert das „Up the iFans“-Festival und das iFAN Musik-Festival.

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