
Am 1. Mai gab es nicht nur die übliche Demonstrationszug der Gewerkschaften mit anschließenden Kundgebungen auf dem Stubengassenplatz oder das ebenfalls schon gewohnte Feiern überwiegend junger Leute am Aasee, sondern auch eine besonders laute Veranstaltung unter dem Titel „Tanzdemo für gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Nach Angaben der Veranstalter “Kontroversium und 538 Kollektiv” beteiligten sich rund 1.500 Menschen an an dieser besonderen Demonstration, die vom Startpunkt an der B-Side bis zum Hawerkamp führte.
Begleitet von elektronischer Musik zog der Demonstrationszug durch die Stadt. Dabei verband die Aktion politische Inhalte mit einem niedrigschwelligen Ansatz: Tanz diente als Ausdrucksform, um Menschen zusammenzubringen und Aufmerksamkeit für gesellschaftliche Themen zu schaffen.
Politische Themen entlang der Strecke

Entlang der Route gab es mehrere Stopps mit Redebeiträgen von lokalen Initiativen. Inhaltlich ging es unter anderem um Migration und Teilhabe, Klimagerechtigkeit, Antifaschismus, Feminismus sowie Verkehrspolitik und kulturelle Freiräume.
Beteiligt waren unter anderem Gruppen wie „Omas gegen Rechts“, die „IG Fahrradstadt MS“, „Welcome Münster e.V.“ und der „Hawerkamp 31 e.V.“. Sie stellten ihre Arbeit vor und machten unterschiedliche Perspektiven auf gesellschaftliches Engagement sichtbar.
Friedlicher Verlauf und Abschluss am Hawerkamp

Die Veranstalter zeigten sich zufrieden mit dem Ablauf. „Unser Ziel war es, einen Raum zu schaffen, in dem sich Menschen begegnen, austauschen und gemeinsam ein Zeichen setzen können, das ist uns gelungen“, erklärten die Initiatoren Janine Schwarzenberg und Tobias Kirchhof. Die Stimmung sei offen, solidarisch und friedlich gewesen.
Am Hawerkamp endete die Demonstration mit einer mehrstündigen Abschlusskundgebung, bei der das Thema Kultur im Mittelpunkt stand. Neben weiteren Beiträgen gab es ein musikalisches Programm, an dem sich viele Teilnehmer bis in den Abend beteiligten.
Fortsetzung möglich
Nach Angaben der Veranstalter wird eine Wiederholung der Tanzdemo in Betracht gezogen. Formate dieser Art könnten gerade in angespannten Zeiten dazu beitragen, Begegnung und Austausch im öffentlichen Raum zu fördern.
