
Mehrere Tausend Menschen haben am 1. Mai bei sommerlichen Temperaturen rund um den Aasee gefeiert. Nach Einschätzung der Stadt verlief der Feiertag insgesamt ruhig. Im vorderen Bereich des Aasees galten ein Glasverbot sowie Zugangsbeschränkungen, außerdem wurde die Adenauerallee aus Gründen der Verkehrssicherheit gesperrt.
Vor allem junge Menschen zog es zu den sogenannten Aaseekugeln, der Skulptur „Giant Pool Balls“. Dort hielten sich in der Spitze zeitweise bis zu 4.000 Personen auf. Besondere Zwischenfälle gab es nicht: „Es gab keine besonderen Vorkommnisse“, sagte Hendrik Weihermann vom Kommunalen Ordnungsdienst (KOD). Ab 21 Uhr leerten sich die Wiesen zunehmend, gegen Mitternacht endete der Einsatz der Ordnungskräfte.
Deutlich mehr Müll als im Vorjahr
Weniger ruhig fiel dagegen die Bilanz der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (awm) aus. Rund um den Aasee sammelten sie etwa 8,9 Tonnen Müll ein. Trotz 80 aufgestellter Großbehälter blieben auf den Grünflächen zahlreiche Verpackungen, Essensreste sowie Einweggrills und Campingtische zurück.
„Der Reinigungsaufwand war in diesem Jahr insgesamt deutlich höher“, erklärte awm-Einsatzleiter Benedikt Sohn. Im Vergleich zum Vorjahr (3,2 Tonnen) fällt die Menge deutlich größer aus – allerdings ist der Vergleich nur bedingt aussagekräftig. Erstmals wurden zusätzliche Reinigungsmengen in die Bilanz aufgenommen. Künftig sollen beide Werte gemeinsam ausgewiesen werden.

Glasverbot nicht konsequent eingehalten
Trotz der geltenden Regeln gelangten Glasflaschen auf die Wiesen. Die Folge waren zahlreiche Scherben und Verunreinigungen. „Scherben auf den Wiesen stellen nicht nur eine erhöhte Gefährdung für Menschen und Tiere dar, sondern sind auch sehr aufwendig zu beseitigen“, sagte Sohn.
Um den erhöhten Aufwand zu bewältigen, stockten die awm kurzfristig ihr Personal auf. Die Reinigungsarbeiten zogen sich bis in den Vormittag des 2. Mai.
Sauberkeit bleibt Gemeinschaftsaufgabe
Mit Blick auf die bevorstehende Freiluftsaison hatten die awm bereits eine neue Kampagne zur Stadtsauberkeit gestartet. „Stadtsauberkeit bleibt eine Daueraufgabe, die das Mitwirken aller erfordert“, betonte awm-Sprecherin Manuela Feldkamp-Bode.
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