
Mit einer Tanzdemo wollen Initiativen am 1. Mai elektronische Musik und politische Themen in Münsters Innenstadt zusammenbringen. Start ist um 14 Uhr an der B-Side, das Ziel liegt am Hawerkamp, unterwegs sind mehrere Stopps mit Redebeiträgen geplant.
Münster soll am Freitag, 1. Mai, erneut zur Tanzfläche werden. Unter dem Motto einer Tanzdemo für gesellschaftlichen Zusammenhalt wollen die Kollektive „Kontroversium“ und „538“ nach eigenen Angaben ein Zeichen für Offenheit und gemeinschaftliches Miteinander in der Innenstadt setzen.
Gesellschaftlichen Zusammenhalt sichtbar machen
Los geht es um 14 Uhr an der B-Side. Von dort führt die Demonstration mit DJ-Sets elektronischer Musik durch die Innenstadt bis zum Hawerkamp. Die Initiatoren verstehen das Format als politische und kulturelle Ausdrucksform und sehen Tanz als niedrigschwellige Möglichkeit, Gemeinschaft zu erleben und gesellschaftlichen Zusammenhalt sichtbar zu machen.
Thematische Stopps
Auf der Route sind sechs thematische Stopps vorgesehen. Dort sollen verschiedene Initiativen aus Münster Redebeiträge zu sozialen Themen halten, ihre Arbeit vorstellen und Möglichkeiten aufzeigen, wie Interessierte sich einbringen können.
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Am Prinzipalmarkt ist nach Angaben der Organisatoren ein Halt zum Thema Feminismus geplant. Dort soll die Gruppe „Catcalls of Münster“ sprechen. Im Mittelpunkt stehen demnach Erfahrungen mit sogenanntem Catcalling, also öffentlichem Hinterherpfeifen und anderen Formen verbaler sexueller Belästigung, sowie die Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl von Frauen und Fragen der Gleichberechtigung.
Ein weiterer Stopp ist am Ludgerikreisel vorgesehen. Dort will die IG Fahrradstadt Münster über die Gestaltung urbaner Räume sprechen. Thematisiert werden soll unter anderem der Einfluss von Verkehr in Wohnstraßen auf das soziale Miteinander und darauf, ob neue Bekanntschaften entstehen.
Abschlusskundgebung am Hawerkamp
Am Ziel, dem Hawerkamp, ist eine dreistündige Abschlusskundgebung geplant. Dort steht nach Angaben der Initiatoren das Themenfeld Kultur im Mittelpunkt. Eröffnen soll der Hawerkamp e.V., der sich für den Erhalt des Kulturstandorts einsetzt. Außerdem will der Verein Klangraum e.V. über die Bedeutung von Freiflächen für kulturelle Nutzung sprechen und sich für legale Räume für öffentliche Raves einsetzen. Den Abschluss des Tages bildet eine Afterparty in den Clubs Favela und Fade am Hawerkamp. Mit den Einnahmen aus dieser Veranstaltung finanzieren die Organisatoren nach eigenen Angaben die Demonstration.
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