Verständlicher Schritt Marco Antwerpen verlässt zum Sommer den SC Preußen – ein Kommentar

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Marco Antwerpen (re.) und Co-Trainer Kurtulus Öztürk verlassen den Verein zum Saisonende. (Foto: Carsten Pöhler)
Marco Antwerpen (re.) und Co-Trainer Kurtulus Öztürk verlassen den Verein zum Saisonende. (Foto: Carsten Pöhler)

Der Trainer des SC Preußen Münster hat gestern auch öffentlich für Klarheit gesorgt, wie es für ihn persönlich weitergehen wird. 17 Spiele an der Seitenlinie verleiben demnach noch, die sportlichen Geschicke an der Hammer Straße zu lenken. Dann ist Schluss – Ziel unbekannt.

Die Richtung dabei hat er selbst so beschrieben: Klassenerhalt! Und genau darum geht es in Münster. Die Rahmenbedingungen sind spätestens seit der Jahreshauptversammlung klarer denn je, große Sprünge werden auf Sicht schlicht nicht möglich sein. Getreu dem Motto „aus bescheidenen Mitteln das Beste machen“ wird die Devise lauten (müssen).

Ich bin ein Freund von Klarheit und jeder, der Marco Antwerpen in Interviews zuhört, weiß nur zu gut, dass dieser Trainer den maximalen Erfolg anstrebt. Sein persönlicher Anspruch dürfte daher schlicht ein anderer sein: oben mit dabei sein. Sein Team sei kein Spitzenteam, stellte er dabei zuletzt ernüchternd fest, dazu bräuchte es dann wohl Verstärkungen als logische Konsequenz.

Für diese Verstärkungen ist kein Geld da. Nicht jetzt. Nicht in der Sommerpause. Gar nicht. Von daher ist sein Schritt verständlich. Der Zeitpunkt oder seine Offenheit könnte man diskutieren, könnte man…

Warum eigentlich? Weil es im Geschäft Fußball eher üblich ist, dass die Vereine die Zusammenarbeit mit ihren Trainern beenden? Stand heute hat es keinen faden Beigeschmack, keine Chance hinter vorgehaltener Hand im Hintergrund, dazu sportlich eine mehr als positive Bilanz unter seiner Leitung.

Das Verhältnis zu Malte Metzelder wird mittlerweile als professionell beschrieben, sicher auch nicht die solideste Basis für eine gute Beziehung. Insofern einfach nur konsequent, dass sich die Wege trennen – nur gemeinsame Wege sind dauerhaft erfolgreiche Wege.

Heute haben die Anhänger des Klubs einfach Klarheit. Seine Verpflichtung entpuppte sich rückblickend als Glücksgriff, möge der nächste folgen! Damit aus dem Gegenwartsproblem nicht ein Zukunftsproblem wird.

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