Titus Dittmann tritt als World Chairman für Skateboarding zurück

Skateboard-Pioneer Titus Dittmann.( Foto: th)
Skateboard-Pioneer Titus Dittmann tritt von seinem Amt als World Chairman für Skateboardung zurück. ( Foto: th)

Titus Dittmann, Unternehmer und „Vater der deutschen Skateboard-Szene“, wird sein Amt als World Chairman für Skateboarding mit sofortiger Wirkung niederlegen und sich ganz auf seine Initiative skate-aid konzentrieren, die Kinder weltweit mit der pädagogischen Kraft des Skateboardens stark macht.

„Mein Ziel ist erreicht! Die rivalisierenden Verbände ISF (International Skateboarding Federation) und FIRS (Fédération Internationale Roller Sports) haben sich auf eine Zusammenarbeit bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio verständigt“, begründet Titus Dittmann (68) seine Entscheidung in Münster. Dittmann war im Frühjahr 2014 dem Ruf des Weltverbandes gefolgt, um der FIRS Skateboard-Kompetenz bei kommenden olympischen Entscheidungen zu geben. Seine Hauptarbeit bestand darin, die entscheidenden Funktionärspositionen mit Personen besetzt zu sehen, die mit der bewegungsorientierten Jugendkultur Skateboarding vertraut sind. Dies ist jetzt durch eine Zusammenarbeit der FIRS  und der unter der Leitung von Garry Ream stehenden ISF garantiert.

Skateboardfahren soll Kinder stark machen, das ist die Idee hinter der erfolgreichen skate-aid-Initiative von Titus Dittmann. (Foto: th)
Skateboardfahren soll Kinder stark machen, das ist die Idee hinter der erfolgreichen skate-aid-Initiative von Titus Dittmann. (Foto: th)

Im August letzten Jahres wurde diese Zusammenarbeit seitens des IOC bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro bestätigt und im weiteren Verlauf des Jahres vertraglich zwischen den beiden Parteien fixiert. Dittmann, der über 20 Jahre lang für die Organisation der Skateboard-Weltmeisterschaften (unter anderem in den Dortmunder Westfalenhallen) verantwortlich war, hat von Anfang an kein Geheimnis daraus gemacht, dass zwei Herzen in seiner Brust schlagen. „Auf der einen Seite ist Skateboarding eine selbstbestimmte Jugendkultur, die durch Vereinsstrukturen ihre pädagogische Kraft zur Persönlichkeitsstärkung verliert.  Auf der anderen Seite wird die von Verbänden fremdbestimmte olympische Disziplin Skateboarding nicht zu verhindern sein. Deshalb versuche ich das Übel möglichst klein zu halten und kümmere mich selbst um Olympia“, erläuterte Dittmann in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 04.10.2015.

„Ich wünsche der FIRS und allen Aktiven im Sinne der Skateboardkultur eine erfolgreiche Premiere bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.“

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