
An der Gesamtschule Münster-West in Roxel haben die Bauarbeiten für den Erweiterungsneubau begonnen. Mit dem üblichen symbolischen ersten Spatenstich fiel gestern der Startschuss für das Projekt. Die Stadt Münster investiert rund 21 Millionen Euro in den Neubau sowie in sechs Interims-Fertigbauklassen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.
Das städtische Amt für Immobilienmanagement entwickelt den Standort in mehreren Bauabschnitten weiter. Ziel sei es, die frühere Sekundarschule zu einem voll ausgebauten Gesamtschulstandort zu entwickeln, heißt es weiter in der Pressemitteilung der Stadt.
Im Untergeschoss des Neubaus entsteht eine neue Mensa, die vom Schulhof aus barrierefrei zugänglich sein wird. In den oberen Etagen sind naturwissenschaftliche Fachräume mit zeitgemäßer Ausstattung geplant. Ein verglaster Verbindungsgang mit Aufzug soll Alt- und Neubau künftig miteinander verbinden.
Beim Bau setzt die Stadt auf eine Kombination aus Betonkonstruktion im Erdgeschoss und vorgefertigten Holzelementen in den oberen Geschossen. Die Holzbauteile werden parallel zum Untergeschoss gefertigt, um die Bauzeit zu verkürzen und den Schulbetrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen. Vorgesehen sind außerdem ein begrüntes Dach und eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung.
Entwicklung für bis zu 920 Schüler
Bezirksbürgermeisterin Elke Kraut-Kleinschmidt betonte beim Spatenstich: „Die Gesamtschule bereichert Münsters gesamten Westen. Ich freue mich, dass die im Aufbau befindliche Schule nun schrittweise die notwendige Infrastruktur erhält, um ihr pädagogisches Konzept vollständig umzusetzen“.
Nach Abschluss aller Bauabschnitte soll die Schule Platz für rund 920 Schüler bieten. Seit dem Schuljahr 2024/2025 werden am Standort vier fünfte und vier sechste Klassen unterrichtet. Die Nachfrage nach Plätzen an städtischen Gesamtschulen bleibt weiterhin hoch.
Als nächster Schritt ist der Umbau der bestehenden Gebäude vorgesehen. Über den entsprechenden Baubeschluss entscheidet der Rat der Stadt am 25. März. Bei Zustimmung könnten die Arbeiten noch im Sommer beginnen. Während der Umbauphase sollen sechs Fertigbauklassen als Ausweichräume dienen und nach Abschluss wieder zurückgebaut werden.

