Preußen wachen zu spät auf Schwache erste Halbzeit bringt den SCP beim 1:2 gegen Halle auf Verliererstraße

Chef-Coach Marco Antwerpen und sein Co-Trainer Kurtulus Öztürk mussten heute lange warten, bis ihre Mannschaft richtig aufdrehte. (Archivbild: Carsten Pöhler)

Trainer Marco Antwerpen musste nach dem 3:0-Erfolg im Montagsspiel zweimal tauschen: Scherder und Hoffmann begannen anstelle von Kittner und Rühle in der Anfangsformation. Verzichten muss das Team darüber hinaus auch auf Rufat Dadashov, der sich einen Teilbündelriss im Oberschenkel zuzog und damit bis zur Winterpause auszufallen droht. Um es vorweg zu nehmen: Die fehlenden Stammkräfte waren nicht der wesentliche Faktor für die heutige Heimpleite. Eher eine komplett schwache erste Halbzeit, in der die Preußen dem Halleschen FC 45 Minuten in allen (!) Belangen unterlagen.

Und das war schon in den ersten 15 Minuten vor nur gut 6.000 Zuschauern deutlich geworden. Anstelle der üblichen druckvollen Anfangsviertelstunde überzeugten nur die Gäste durch perfekte Umsetzung ihrer Taktik: das Spiel der Preußen konsequent stören und selbst druckvoll umschalten. Konter mit Folgen: Manu geht in Minute 23 zielstrebig über rechts und flankt vor das Tor, hier lässt Fetsch durch für Ajani, der wiederum aus dem Rückraum Anlauf nimmt und zum 1:0 einnetzt.

Die Hütte war heute bei weitem nicht so voll, wie beim Spiel gegen 1860 München vor vier Wochen. (Archivbild: Carsten Pöhler)

Und es sollte noch schlimmer kommen, da die Gäste nur freundlich begleitet wurden bei ihren Ausführungen. Ein weiterer schneller Angriff über Sohm und den Ex-Preußen Mai wird durchgesteckt auf den starken Manu, dessen Querpass Fetsch zum 2:0 nutzt (32.). Die Preußen gingen, so bitter es klingt, hochverdient und noch gut bedient mit einem 0:2-Rückstand in die Kabine. Die Hausherren taten sich viel zu schwer im Spielaufbau und fanden nicht in die Zweikämpfe, um überhaupt auch nur ansatzweise gefährlich vor das Hallenser Tor zu kommen. Halle spielte kompakt aus einer sicheren Defensive heraus immer wieder mit Tempo zielstrebig nach vorne.

Marco Antwerpen reagierte nach dem Seitenwechsel, nahm Moritz Heinrich raus für Tobias Warschewski. Seine Mannschaft nun mit Willen und in Kämpferlaune, das Signal zur Aufholjagd gab Jannik Borgmann mit seinem Kopfball nach einer Ecke, der knapp über das Tor (48.) strich. Die Gastgeber mühten sich nun nach Kräften gegen nur noch verwaltende Gäste, die jedoch sicher standen und durch Sohm in Minute 65 auch noch die Chance zur Vorentscheidung zum 0:3 hatten.

Nach 70 Minuten warfen die Preußen alles in die Waagschale und durch den versenkten Seitfallzieher von Tobias Warschewski (78.) kam Hoffnung auf. Letztendlich gelang der Ausgleich mit der vielzitierten Brechstange nicht mehr. Die Hausherren wurden am Ende nicht mehr belohnt für den gezeigten Einsatzwillen.

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