Julian & Roman Wasserfuhr begeistern Münster

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Einen perfekten Sound lieferten die Brüder Wasserfuhr am Samstag bei den Münster Music Days in der Cloud. (Foto: wf / Weber)
Einen perfekten Sound lieferten die Brüder Wasserfuhr am Samstag bei den Münster Music Days in der Cloud. (Foto: wf / Weber)

Den Flirt mit dem Publikum beherrschen Julian & Roman Wasserfuhr genauso gut wie ihre Instrumente – Trompete und Klavier – stilvoll und chic: Ein Genuss für Augen und Ohren.

Am vergangenen Samstag-Abend durfte Münster ein besonderes Sahne-Stück in Sachen Jazz erleben. Die beiden jungen Musiker aus dem Bergischen Land waren bei den Sound Lake City „Münster Music Days“ zu Gast. In der Cloud am Germania Campus begeisterten sie ihr Publikum.

Aber Julian & Roman waren nicht allein gekommen. Zum festen Ensemble der Brüder gehören Benjamin Garcia Alonso am Bass und Oliver Rehmann am Schlagzeug. Absolutes Highlight: Die Vier wurden unterstützt durch zwei Violinen, eine Viola und ein Cello – genau diese Mischung machte den Sound perfekt und ließ die Cloud erstrahlen. Mitgebracht haben Julian & Roman, neben ihrem aktuellen Album „Running“, einen Mix aus Songs älterer Alben und Klassikern großer Musiker. Von The Who spielten sie mit sanften Tönen „Behind blue Eyes“. Gänsehaut-Feeling pur. In ihrer Interpretation von „Englishman in New York“ von Sting zeigte das Ensemble, dass sie neben sanften Tönen auch richtig Gas geben können. Großartig!

Auch überzeugten die Eigenkompositionen der Brüder. Abwechselnd verrieten die Beiden kleine Geschichten, woher die Songs ihre Namen bekamen oder wie sie gar entstanden sind. „Adonis“ beispielsweise ist dem Bassisten Benni gewidmet. Dieser zeigt in diesem Stück, was es heißt, einen Bass im Griff zu haben. Mit viel Witz und Charme erzählte Julian die Geschichte von „Hilmar“, einem Song, benannt nach einem Schüler seines Vaters. „Nicht nur dieser abgefahrene Name blieb mir im Gedächtnis, sondern Hilmar ist auch der Grund, warum ich kein Musiklehrer geworden bin“, gab er schmunzelnd preis. In SNCF, einer Hommage an die französische Bahn, zeigte Oliver, dass auch Schlagzeuger Solos können. Spätestens jetzt wippte jeder Fuß in der Cloud.
Gefühlvoll und sehr melodisch präsentierte sich das Stück „Love“. Musik zum Genießen und ein wenig zum Wegträumen.

Julian & Roman Wasserfuhr ließen sich von Streichern begleiten. (Foto: wf / Weber)
Julian & Roman Wasserfuhr ließen sich von Streichern begleiten. (Foto: wf / Weber)

Auch ließ sich das Ensemble gesanglich unterstützen. David Rynkowski ergänzte mit seiner Stimme die Stücke „Go on“ und „See You again“. Letzteres erzeugte bei einigen Gästen im Raum den Effekt ‚einer Träne im Knopfloch’. Ein fulminates Battle lieferten sich David und Julian in „Crazy Race“  im Rahmen der Zugabe. Eine solche forderte das Publikum mit tosendem Applaus mehrere Male. Auf zwei ließen sich die Brüder ein, bevor sie den Abend nach fast drei Stunden beendeten.

Die Musik von Julian & Roman Wassefuhr ist nicht einfach nur Jazz, sondern sehr persönlich und erzielt eine faszinierende Wirkung. Im Zusammenspiel mit dem Ambiente der Cloud wurde die Wertigkeit ihres Konzerts unterstrichen. Anstatt 440 Wörtern oder 2´700 Zeichen reicht eigentlich ein Wort: Hammer! Sound Lake City verzaubert. Danke dafür!

Noch mehr Bilder des Konzerts gibt es in unserer Bilderstrecke.

Übrigens – unsere Partner von Panorama Münster haben einen virtuellen Rundgang über das Veranstaltungsgelände am Germania Campus erstellt. Schaut mal hier!

Thekla Kerzel

2 Kommentare

  1. Der Artikel ist sehr schön geschrieben. Es war tatsächlich genauso – Ein absolutes Highlight Konzert. Wir hatten alle viel Spass beim zuhören.

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