„Corona ist nicht das Ende der Musikkultur“ Wir haben Ronja Maltzahn zu ihrer neuen Single „Alle Zeit“ befragt und zeigen euch das sehenswerte Video

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Mit dem neuen Lied „Alle Zeit“ tröstet Ronja Maltzahn uns in den Zeiten der Corona-Krise, auch mit einem passenden Video dazu. (Foto: Lennart Böwering)
Mit dem neuen Lied „Alle Zeit“ tröstet Ronja Maltzahn uns in den Zeiten der Corona-Krise, auch mit einem passenden Video dazu. (Foto: Lennart Böwering)

Ronja Maltzahn hat vor einigen Wochen das von ALLES MÜNSTER organisierte Online-Musik-Festival Schallern im Beis eröffnet und dabei ihr neues Lied „Alle Zeit“ vorgestellt. Nun hat sie auch ein hervorragend produziertes Musikvideo zu dieser ersten Album-Single veröffentlicht. Wir zeigen es euch hier und haben ihr dazu ein paar Fragen gestellt.

Die Dreharbeiten für das Video hatten im Februar begonnen, auf einer Tour nach London, Süddeutschland, Wien, Bratislava und Prag. Darauf sollte eigentlich ein Trip nach Rom folgen und schließlich die finalen Drehs mit Lennart Böwering im Uhrenmuseum Bad Iburg. Aber daraus wurde nichts, denn es kam der Lock-Down. Die Worldpop-Sängerin fand mit dem Landhaus ihres Onkels einen alternativen Ort für die Indoor-Szenen, und das Video entwickelte sich zu einem Quarantäne-Projekt mit Szenen von Fernweh, Sehnsucht, Einsamkeit, Erinnerung, Kreativität und vor allem Hoffnung.

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Hast du Resonanz zum Auftritt bei Schallern im Beis erhalten?

Schallern im Beis war eine tolle Erfahrung. Es war schön zu sehen, wie viele Menschen „live dabei waren“. Und es war schön sich verbunden zu fühlen mit einem wichtigen Heimathafen von mir: Münster ??

Ist “Ronja Maltzahn” ein Bandprojekt oder bist du doch eher Solokünstlerin? Und ist es dein echter Name oder ein Pseudonym?

Ronja Maltzahn ist mein gebürtiger Name, ja! Wer weiß, vielleicht konnte das Leben schon erahnen, dass aus der Räubertochter mit dem Drachen-Namen aus der Nähe der Rattenfängerstadt einmal eine Geschichtenerzählerin werden würde ??

Auch wenn es medial meist als Soloprojekt dargestellt wird, steckt dahinter ein festes Team: mein Musikpartner Fede und ich stecken all unser Herzblut in den geteilten Traum der Musik hinein. Dahinter steht unsere 8-köpfige Band, die „Dreamteamfamily“ aus Münster und Osnabrück. „It takes teamwork to do dreamwork“ heißt unser Motto ☘️?

Hat “Zeit” in den letzten Wochen eine andere Bedeutung für euch bekommen?

Ohne Live-Konzerte und Touren erleben wir Künstler gerade tatsächlich eine ganz neue Dimension von „aller Zeit der Welt“. Natürlich ist es sehr schade, nicht auftreten zu können, gleichzeitig sind wir aber auch dankbar für all den Raum für Kreativität, den wir dadurch geschenkt bekommen. ?✊?

Ihr habt viel Mühe und Zeit in euer neues Video investiert. Das war sicher auch als Promo für eine Tour gedacht. Warum bringt ihr es jetzt trotzdem heraus, obwohl touren wahrscheinlich länger nicht möglich sein wird?

Tatsächlich sahen die Pläne für den Song und das Video einmal ganz anders aus. Wir haben die Dreharbeiten auf unserer letzten Tour (London, Wien, Prag) angefangen und wurden dann vom Lockdown überrascht und so hat sich alles zu dieser besonderen Quarantäne-Version entwickelt! Wir wollen damit ein klares Zeichen setzen, dass Corona nicht das Ende unserer Musikkultur ist und wir uns trotz allem riesig auf das neue Album #WORLDPOP freuen! „Alle Zeit“ ist davon die erste Single. ??

Es sind viele europäische Locations im Video zu sehen, und es waren sogar noch mehr geplant. Welche Bedeutung haben diese Orte für dich?

Eigentlich sollten uns auf unserer letzten Tour auch „alle Wege nach Rom führen“, das kann hoffentlich nächstes Jahr nachgeholt werden. Für mich war es auf der letzten Tour tatsächlich das erste Mal Wien, die schöne Stadt der Musik! Dort haben wir den Geburtstag von meinem Musikpartner Fede gefeiert. Und mit der Band den neuen Musikvan eingeweiht. Prag bedeutet mir eine Menge, weil meine Mama mich damals im Bauch bei sich getragen hat, als sie dort auf Reise war. Für sie veröffentliche ich diesen Sonntag ein ganz besonderes Muttertagsgeschenk…❤️?

Wo möchtest du am liebsten auftreten, wenn es nach der ganzen Corona-Krise wieder “ganz normal” möglich ist?

Am meisten freue ich mich darauf, wenn die Festival-Saison wieder losgehen kann, im Sommer, im Freien unter leuchtendem Himmel. Ganz egal wo, Hauptsache wieder zusammen. ?☀️

Wenn ihr mehr von Ronja hören oder über sie erfahren wollt, dann klickt doch auf ihre Seite www.ronjamaltzahn.de oder besucht sie auf Facebook, Twitter oder Instagram.

Und hier nun endlich das Video:

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Ralf Clausen

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