Friedenskapelle lädt zum sicheren Neustart Neues Programm vorgestellt / Hygienekonzept angepasst und veröffentlicht

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Tim Eberhardt mit dem neuen Programm der Friedenskapelle. (Foto: Tim Eberhardt)
Tim Eberhardt mit dem neuen Programm der Friedenskapelle. (Foto: Tim Eberhardt)

Trotz der steigenden Infektionszahlen ist die Friedenskapelle auf einen Neustart vorbereitet. Der künstlerische Leiter hat ein ausgefeiltes Hygienekonzept der aktuellen Situation angepasst. „Natürlich beobachten wir die aktuelle Situation und die steigenden Infektionszahlen mit Sorge – dennoch nehmen wir unsere kulturelle und gesellschaftliche Verantwortung ernst und sind dank einer angepassten Bestuhlung in der Lage, unserem Publikum einen sicheren Konzertgenuss mit gutem Gefühl zu ermöglichen.“

Auch die Abstände im Publikumsbereich sind damit gesichert, der Saal gut durchlüftet, so Eberhardt. Um für eine hohe Transparenz zu sorgen, steht das mit dem Gesundheitsamt und dem Ordnungsamt abgestimmte Hygieneschutzkonzept ab sofort auch auf der Webseite zum Download bereit. „So können die Konzertgäste schon im Vorfeld einsehen, was sie im Konzertsaal erwartet. Wir möchten alle Konzertgäste bestmöglich informieren und vor allem schützen.“ Anstelle der sonst üblichen 250 Plätze stehen somit 110 Plätze zur Verfügung, durch die angesetzten leicht verkürzten Doppelkonzerte wird der drohende Einnahme-Ausfall zumindest halbwegs aufgefangen.

Zum Auftakt der neuen Spielzeit spielt am kommenden Freitag das Ensemble Marion & Sobo Band erstmalig in Münster und stellt das neues Album „Esprit Manouche“ vor. Das französisch-polnisch-deutsche Quintett aus Bonn erschafft seinen eigenen modernen Stil von vokalem Gypsy Jazz und verbindet ihn mit globaler Musik und Chanson. Die französische Sängerin Marion Lenfant-Preus, der polnische Gitarrist „Sobo“ (Alexander Sobocinski) und deren Band machen Musik über Schubladen hinweg. Sie erkunden Klangfarben von West- und Ost-Europa und nutzen ihre internationalen Wurzeln, ihre Reisen und ihren Kontakt zu verschiedenen Kulturen als Quelle der Inspiration für ihre Lieder.

Marion & Sobo Band. (Foto: Manfred Pollert)
Marion & Sobo Band. (Foto: Manfred Pollert)

Ihre Individualität zeigt Marion & Sobo Band durch ihren zeitlos und zugleich zeitgemäßen Sound, durch ihre Arrangements und eigene Kompositionen, und außerdem durch die variantenreiche Stimme von Frontfrau Marion Lenfant-Preus. Die charismatische Sängerin präsentiert ihre Lieder in bis zu acht verschiedenen Sprachen und weiß das Publikum mit improvisiertem Scat-Gesang zu begeistern. Für besonderen Sound sorgen außerdem die facettenreichen Instrumentalisten der Band an den Gitarren, der Geige und am Kontrabass. Sie kreieren einen energetischen und rhythmischen Sound ohne Schlagzeug oder Percussion, was man heutzutage bei vokalem Gypsy Jazz selten findet. Ihre Spielfreude und Spontaneität sind ansteckend. Die ausdrucksstarken und lyrischen Melodien entfalten stets aufs Neue ihre Anziehungskraft für ein kultur- und generationsübergreifendes Publikum. Angesetzt sind zwei Konzerte um 17 und um 20 Uhr, wobei das frühe Konzert erst bei ausreichender Auslastung des späteren Termins geöffnet wird.

Im November stehen dann die nächsten Konzerte ins Haus. Eine Woche später präsentiert die Singer-/Songwritern Ronja Maltzahn ihr brandneues Album #WORLDPOP. Unterstützt durch das Bluebird Orchestra befeuert sie das Fernweh auf charmante Weise (06.11., 17 & 20 Uhr). Das mit internationalen Preisen dekorierte A-cappella-Ensemble SLIXS singt zwei Tage später ein buntes Programm von Pop bis Bach (08.11., 17 & 20 Uhr). Der „Celloherbst am Hellweg“ macht am 22.11. Station in der Friedenskapelle. Das Konzert der 12 Hellweger Cellisten ist Teil des BTHVN2020-Projektes (22.11., 17 & 20 Uhr). Auf dem Programm steht eine Reise mit Beethoven durch Europa. Am letzten Novemberwochenende steht zunächst ein weiteres Nachholkonzert auf dem Programm. Das Flex Ensemble spielt unter dem Titel „Think Big“ ein großes Orchesterwerk in einer Bearbeitung für Klavierquartett (28.11., 20 Uhr). Einen Tag später singt zum ersten Mal das A-cappella-Ensemble Insingizi in der Friedenskapelle. Die drei Sänger dürften einigen bekannt sein als die Stimmen des Ensembles MoZuluArt, das bereits mehrfach in der Friedenskapelle zu Gast war (29.11., 17 & 20 Uhr).

Ronja Maltzahn (Foto: Lennart Boewering)
Ronja Maltzahn (Foto: Lennart Boewering)

Auch die Fidolino-Kinderkonzerte können unter den neuen Bestimmungen und Hygieneregeln stattfinden. Das erste Konzert mit dem Titel „Feuer und Flamme“ ist am Sonntag, den 8.11. (8.11., 11 Uhr) geplant, weitere Konzerte sind dann am vierten Adventswochenende geplant (19./20.12.).

Einen Konzertausfall gibt es jedoch bereits jetzt zu bedauern. Das in den Dezember verschobene Konzert mit dem Ensemble Arabesques wurde aus organisatorischen Gründen komplett abgesagt (18.12., 20 Uhr). Erworbene Karten können wahlweise erstattet, in einen Gutschein getauscht oder gespendet werden.
Alle weiteren Konzerttermine für das Frühjahr 2021, inklusive Neujahrskonzert am 2./3.1.2021, werden Ende November veröffentlicht.

Karten für die kommenden Termine sind im WN Ticketshop in der Innenstadt (an neuem Standort: Picasso-Platz) erhältlich. Die RATIO-Reisebüros und das Auditorium bieten den Kartenkauf leider nicht mehr an. Schnell und einfach geht es auch über das Reservix-Ticketsystem, das über die Internetseite www.friedenskapelle.ms mit wenigen Klicks zu erreichen ist. Darüber hinaus können die Tickets auch in weiteren Reservix-Vorverkaufsstellen gekauft werden (z.B. Reisebüro Horstmann in Hiltrup, etc.).

Besondere Kartenwünsche können direkt an das Büro der Friedenskapelle gerichtet werden (Tel.: 0251-696-444).

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