Bürgerentscheid zu Straßennamen kommt In Münster-Mitte steht ein Bürgerentscheid an: Bleiben fünf Straßennamen – oder werden sie geändert?

Die Entscheidung, ob beispielsweise die Namen „Admiral-Scheer-Straße“ und „Skagerrakstraße“ bestehen bleiben, fällt bei einem Bürgerentscheid im kommenden Jahr. (Foto: Stadt Münster)
Die Entscheidung, ob beispielsweise die Namen „Admiral-Scheer-Straße“ und „Skagerrakstraße“ bestehen bleiben, fällt bei einem Bürgerentscheid im kommenden Jahr. (Foto: Stadt Münster)

Im Stadtbezirk Münster-Mitte entscheiden die Wahlberechtigten Anfang 2026 in einem Bürgerentscheid darüber, ob fünf Straßen ihre bisherigen Namen behalten oder umbenannt werden. Die Bezirksvertretung Münster-Mitte hat in ihrer Sitzung am Dienstag, 11. November, dem eingereichten Bürgerbegehren nicht entsprochen und damit den Weg für den Entscheid freigemacht.

Zuvor hatte die Bezirksvertretung bereits im Mai beschlossen, die Skagerrakstraße, die Admiral-Scheer-Straße, die Admiral-Spee-Straße und die Otto-Weddigen-Straße in Mauritz-Mitte sowie die Langemarckstraße in Uppenberg wegen ihrer Bezüge zur Zeit des Nationalsozialismus umzubenennen. Wie die Stadt Münster erklärt, liegt die Entscheidung über die Umsetzung dieses Beschlusses nun bei den Wahlberechtigten im Bezirk.

Die „Bürgerinitiative für Münsters Straßen“ hatte im August ein Bürgerbegehren mit 6.071 gültigen Unterschriften aus Münster-Mitte eingereicht, um die Umbenennungen zu verhindern. Der Rat der Stadt bestätigte am 5. November die ausreichende Zahl gültiger Unterschriften und die Zulässigkeit des Begehrens. In Folge stand die Bezirksvertretung am 11. November vor der Wahl, dem Begehren zu entsprechen oder einen Bürgerentscheid herbeizuführen. Wie es in der entsprechenden Mitteilung heißt, fiel die Entscheidung zugunsten eines Bürgerentscheids. Der Entscheid muss innerhalb von drei Monaten nach dem 11. November an einem Sonntag stattfinden, spätester Termin ist der 8. Februar 2026. Das genaue Datum legt die Stadt in den kommenden Wochen fest und macht es öffentlich bekannt. Fest steht, dass die Abstimmung nicht mehr in diesem Jahr erfolgt.

Abstimmungsgegenstand ist der Erhalt der bisherigen Straßennamen. Alle Wahlberechtigten im Bezirk Münster-Mitte können mit „Ja“ oder „Nein“ votieren. Für einen erfolgreichen Bürgerentscheid ist eine Mehrheit der gültigen Stimmen erforderlich, die sich für den Erhalt der Namen ausspricht. Zusätzlich gilt ein Zustimmungsquorum: Mehr als zehn Prozent der Bevölkerung im Bezirk – das entspricht 10.712 Personen – müssen für den Erhalt stimmen. Die Stadt rechnet für die Durchführung des Entscheids mit Kosten in Höhe von rund 330.000 Euro, wie in der Mitteilung ausgeführt wird.

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