650 Kilometer für das Johannes-Hospiz Lu Maschke erradelt Spenden für neue Wohnküche

Auf dem Schlossplatz in Münster startet Lu Maschke ihre Fahrradtour nach Kopenhagen, mit der sie Spenden für das Johannes-Hospiz sammeln möchte. (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Ann-Christin Ladermann)
Auf dem Schlossplatz in Münster startet Lu Maschke ihre Fahrradtour nach Kopenhagen, mit der sie Spenden für das Johannes-Hospiz sammeln möchte. (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Ann-Christin Ladermann)

Mit einer Spenden-Fahrradtour von Münster nach Kopenhagen will Catharina Luisa Maschke Geld für das Johannes-Hospiz Münster sammeln. Start ist am Freitag, 1. Mai 2026, am Schlossplatz. Geplant sind 17 Tage und rund 650 Kilometer.

Maschke engagiert sich seit gut anderthalb Jahren ehrenamtlich im Hospiz. Jeden zweiten Sonntag unterstützt sie in der Wohnküche, backt Kuchen, bereitet Desserts vor und hilft bei Alltagsaufgaben. „Oft sind es die kleinen Dinge, die den Alltag lebenswert machen“, sagt Maschke. „Ein frisch gebackener Kuchen, ein gedeckter Tisch – das bringt Struktur und Wärme.“ Die Verbindung zur Einrichtung besteht nach ihren Angaben schon länger. Bereits 2004 habe ihre Großmutter dort die letzte Lebenszeit verbracht. „Damals habe ich das Haus von der Seite der Angehörigen kennengelernt und war tief beeindruckt, wie liebevoll und individuell hier mit Menschen umgegangen wird“, erinnert sie sich.

Renovierung der Wohnküche

Für ihre Tour hatte Maschke nach eigenen Worten auch einen konkreten Anlass. Hospize müssen einen Teil ihrer Kosten über Spenden finanzieren. Für das Johannes-Hospiz Münster gehe es dabei um 350.000 Euro pro Jahr, zusätzlich stehe die Renovierung der Wohnküche an. Schränke seien in die Jahre gekommen, Geräte defekt, auch die Technik müsse modernisiert werden, wie das Johannes-Hospiz Münster in einer Medienmitteilung erklärt.

Mitfahren bis Lengerich ausdrücklich erwünscht

Unterwegs will Maschke die Fahrt und Eindrücke aus dem Hospiz-Alltag über einen Instagram-Kanal begleiten. Interessierte können sich an mehreren Stellen beteiligen. Zum Start am 1. Mai ist ein Treffen um 9 Uhr am Schlossplatz angekündigt, der Beginn der Tour soll um 10 Uhr erfolgen. Wer möchte, kann den ersten Abschnitt bis Lengerich mitfahren. Außerdem ist eine Gruppe für das „Stadtradeln“ in den ersten drei Maiwochen angekündigt. Ein Aktions-T-Shirt soll zusätzlich auf das Projekt aufmerksam machen.

Hospiz: Ort mit anderen Augen sehen

Maschke sagt, sie wünsche sich, dass Menschen ein Hospiz nicht nur mit Abschied verbinden. „Ich möchte, dass die Menschen sehen, was ein Hospiz wirklich ist“, erklärt sie. Viele hätten Hemmungen oder Ängste, weil sie das Thema Tod mit Distanz betrachteten. Wer sich die Arbeit vor Ort ansehe, erlebe einen Ort mit Begegnung und Würde. Neben Spenden verweist das Johannes-Hospiz auch auf Unterstützungsmöglichkeiten über die Tour hinaus. So soll ab Juli oder August 2026 eine Stelle im Freiwilligen Sozialen Jahr besetzt werden.

Spendenkonto: Darlehnskasse Münster, IBAN: DE30 4006 0265 0002 2226 00, BIC: GENODEM1DKM, Verwendungszweck: Radeln fürs Johannes-Hospiz

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