Vorwürfe gegen Bischof Lettmann Priester berichtet von einem „grenzverletzenden und übergriffigen Verhalten“

Gegen den verstorbenen Bischof Dr. Reinhard Lettmann werden Verwürfe erhoben. (Foto: Bistum Münster)
Gegen den verstorbenen Bischof Dr. Reinhard Lettmann werden Verwürfe erhoben. (Foto: Bistum Münster)

Ein zwischen 1974 und 1987 im Bistum Münster tätig gewesener Priester erhebt Vorwürfe gegen den 2013 verstorbenen Bischof von Münster Dr. Reinhard Lettmann. Demnach soll Lettmann den damals schon erwachsenen Priester bei einer kurzen persönlichen Begegnung in Münster in grenzverletzender und übergriffiger Weise berührt haben.

Der Priester habe seine Aussage mit einer eidesstattlichen Versicherung bestätigt, wie das Bistum am Mittag in einer Presseerklärung mitteilte. Der Priester, dessen Name nicht genannt wird, hatte demnach den Vorwurf kurz vor Weihnachten in einem Gespräch mit dem Interventionsbeauftragten des Bistums Münster, Peter Frings, erhoben. „Es handelt sich um den ersten Vorwurf dieser Art gegen den verstorbenen Bischof“, so Frings. „Wir nehmen das ernst und haben den Sachverhalt umgehend den Historikern der Universität Münster vorgelegt“, sagt er. Wissenschaftler der Universität Münster arbeiten derzeit an einer Studie zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Bistum Münster.

„Was damals genau passiert ist, werden wir vermutlich nicht mehr aufklären können“, heißt es von Frings weiter. Konkrete Zeugen konnten nicht namentlich benannt werden. „Die in dieser Zeit bei Bischof Lettmann tätigen Bischofskapläne habe ich befragt; sie konnten zu dem Sachverhalt nichts sagen.“

Dr. Reinhard Lettmann war von 1980 bis 2008 Bischof von Münster. 
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4 Kommentare

  1. Ich war seit der Amtseinführung von Bischof Lettman sehr gut befreundet und weiß das er niemals sowas gemacht hat und er auch verurteilt hat den Missbrauch in der Kirche.
    Ich habe den Eindruck das dieser Priester, der es auch noch anym es macht, er damals vom Bischof Reinhard versetzt wurde und daher sich an ihn rächen tut, nach so viele Jahren.
    Wenn er den Mut hätte würde er seinen Namen nennen, wie die anderen Missbrauch Menschen den es erfahren ist.
    Als Priester ist man verpflichtet die Wahrheit zu sagen.

  2. Ich war seit der Amtseinführung von Bischof Lettman sehr gut befreundet und weiß das er niemals sowas gemacht hat und er auch verurteilt hat den Missbrauch in der Kirche.
    Ich habe den Eindruck das dieser Priester, der es auch noch anym macht, er damals vom Bischof Reinhard versetzt wurde und daher sich an ihn rächen tut, nach so viele Jahren.
    Wenn er den Mut hätte würde er seinen Namen nennen, wie die anderen Missbrauch Menschen den es erfahren ist.
    Als Priester ist man verpflichtet die Wahrheit zu sagen.

  3. Was treibt einen Geistlichen dazu, nach nunmehr mindestens 35 Jahren, vielleicht sogar nach noch längerer Zeit, eine „grenzverletzende und übergriffige Berührung““ bei einer „kurzen persönlichen Begegnung“ hervorzuheben?

    Mir unverständlich.

  4. Wer andere an den Pranger stellt, sollte sich selbst dann nicht im Schutz der Anonymität verstecken,besonders wenn der Beklagte sich micht mehr wehren kann.

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