Sturmtief Niklas: erste Zwischenbilanz

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Die Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten bis zum Abend zu 44 Einsätzen aus. (Archivbild: sg)
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten bis zum Abend zu 44 Einsätzen aus. (Archivbild: sg)

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Unwetterwarnung am frühen Abend aufgehoben.

Die Polizei registrierte seit dem frühen Mittag im Stadtgebiet und auf den Autobahnen rund 70 Unfälle: vornehmlich handelte es sich bei den Ursachen um heruntergefallene Äste, abgeknickte Bäume, beschädigte Verkehrszeichen und umgestürzte Bauzäune. Bei einem Verkehrsunfall im Bereich der Brücke der Ortsumgehung Sprakel / Aldruper Straße wurden zwei PKW total beschädigt. Im Begegnungsverkehr auf der Brücke sorgte eine starke Windböe für einen Zusammenstoß der beiden Fahrzeug. Personen kamen hier nicht zu Schaden.

Die Feuerwehr rückte bis um 18:00 Uhr zu 44 Einsätzen aus und hatte es hier meist mit umgestürzten Bäumen, abgeknickten Ästen und der Sicherung von losen Fassadenteilen an Gebäuden zu tun. Größerer Schaden entstand am Hauptbahnhof, als eine Windböe das Dach eines Betriebsgebäudes abriss. Dachteile gerieten in eine  Oberleitung und führten zu einem explosionsartigen Kurzschluss. Hierbei wurden die elektrischen Installationen des Gebäudes stark beschädigt, Personen kamen auch hier glücklicherweise nicht zu Schaden. Auch die Feuerwehr selbst hat einen Schaden zu verzeichnen: Das Dach des Gerätehauses Lövelingloh wurde zum Teil weggerissen und richtete erheblichen Sachschaden an.

Im Bahnverkehr nimmt die DB Regio ab sofort den Verkehr in NRW nach und nach wieder auf. Aufgrund der angekündigten Witterungsbedingungen fahren alle Züge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Fahrgäste müssen sich weiterhin auf Verspätungen und Ausfälle einstellen. Im Fernverkehr werden ab sofort alle Strecken und Haltestationen in NRW wieder angefahren. Alle zuvor gesperrten Fernverkehrsrelationen sind wieder befahrbar. Reisende müssen auch im Fernverkehr weiterhin mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Die Deutsche Bahn arbeitet mit Hochdruck daran, auch die letzten Schäden noch zu beheben, um alle Strecken für den Bahnverkehr wieder freizugeben.

Reisende werden gebeten, sich vor Fahrtantritt auf www.bahn.de/aktuell oder unter unter Tel.: 08000 99 66 33 über die Verbindungen zu informieren.

Zwar gibt der DWD vorerst Entwarnung, doch erst in der Nacht zum Mittwoch lässt der Wind weiter nach. Es muss daher weiterhin mit starken bis stürmischen Windböen bis 70 km/h gerechnet werden, auch sind Gewitter möglich.

Thomas Hölscher

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