Schlussminuten kosten in Oldenburg den Sieg WWU Baskets gaben Partie bei den Baskets Juniors Oldenburg aus der Hand / Nächstes Heimspiel am Samstag gegen die TKS 49ers aus Stahnsdorf

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„Ich bin gerade unheimlich enttäuscht, weil wir lange einen super Team-Basketball gespielt haben", sagt Headcoach Philipp Kappenstein. (Archivbild: Claudia Feldmann)
„Ich bin gerade unheimlich enttäuscht, weil wir lange einen super Team-Basketball gespielt haben”, sagt Headcoach Philipp Kappenstein. (Archivbild: Claudia Feldmann)

Spielerisch haben die WWU Baskets bei den Baskets Juniors Oldenburg über weite Strecken überzeugt. Dennoch gab das Team von Philipp Kappenstein die Partie letztlich noch aus der Hand und musste sich mit 68:73 (37:35) geschlagen geben.

Münster zeigte sich bei den Wurfquoten aus dem Feld deutlich verbessert, verwandelte allerdings nur drei Freiwürfe und hatte im Rebounding das Nachsehen. Vor allem das 3:18 in den Schlussminuten zeigte schonungslos auf, woran das neu formierte Team noch arbeiten muss. „Wir waren über lange Strecken klar besser, haben tolle Sequenzen gehabt und es tut am Ende einfach weh, nicht gewonnen zu haben“, stellte Headcoach Philipp Kappenstein fest. Zum ersten Heimspiel des neuen Jahres empfangen die WWU Baskets am kommenden Samstag die TKS 49ers aus Stahnsdorf.

Rund 200 Fans aus Münster hatten sich in Vorfreude auf den gefühlten Neustart ihres Teams mit auf den Weg in den Norden gemacht. Und sie wurden zunächst nicht enttäuscht: Mit Neuzugang Jasper Günther im Aufbau und Rückkehrer Marck Coffin auf der Guard-Position, demonstrierte das Trainerteam, wo spielerisch die Reise hingehen soll. Die WWU Baskets ließen den Ball gut laufen, erarbeiteten sich somit beste Wurfpositionen und zeigten sich treffsicher im Abschluss.

Überragender Mann der ersten Halbzeit war Stefan Weß. Er erzielte allein im ersten Viertel 15 Punkte, brachte die Gäste in der 10. Minute aus der Distanz mit 21:16 in Führung und bewies aus allen Lagen eine sichere Hand. Das „Farmteam“ der EWE Baskets aber ließ sich nicht abschütteln, kam bis zur Viertelpause auf 20:21 heran und ging in der 12. Minute kurzzeitig in Führung. Die Mannschaft von Philipp Kappenstein antwortete prompt über Helge Baues am Brett und sollte nun bis zur Crunchtime nicht wieder in Rückstand geraten.

12-Punkte-Führung reicht nicht

Auch Malcolm Delpeche punktete im Spiel bei den Baskets Juniors Oldenburg, doch am ende hat es nicht gereicht. (Foto: Christina Pohler/ WWU Baskets)
Auch Malcolm Delpeche punktete im Spiel bei den Baskets Juniors Oldenburg, doch am Ende hat es nicht gereicht. (Foto: Christina Pohler/ WWU Baskets)

Der Distanzwurf an Andrej König zum 53:41 markierte in der 27. Minute die höchste Führung der Gäste. Fünf Minuten vor Spielende betrug der Vorsprung noch komfortable 10 Punkte (Alex Goolsby, Sprungwurf). Dann aber geschah das, was die Trainingsgrundlage für die kommende Woche bilden dürfte: Das Team um Kapitän Jan König traf schlechte Entscheidungen, brachte Oldenburg mit seinen starken Schützen, wie dem nachverpflichteten Amerikaner Myles Stephens oder den BBL-Akteuren Keßen, Hollatz und Drijencic zurück ins Spiel. Stephens sorgte von der Linie für die Entscheidung. Die Partie war auf den Kopf gestellt.

Philipp Kappenstein: „Ich bin gerade unheimlich enttäuscht, weil wir lange einen super Team-Basketball gespielt haben, das Spiel im Griff hatten, 65:55 geführt haben und dann leider nur noch 3 Punkte machen zum Ende hin. Zudem nehmen wir uns mit einem Technischen Foul in der entscheidenden Phase die Siegchance. Wir haben unser Team wieder neu aufgestellt, das über weite Phasen sehr gut gespielt und defensiv wieder eine sehr starke Leistung gebracht hat. Und es ist halt unheimlich enttäuschend, dass wir es dann noch verlieren.“

…zu den Gründen für die Niederlage: „In der ersten Halbzeit haben wir Oldenburg zu viele Offensivrebounds gestattet. Außerdem haben sie zwanzig Freiwürfe getroffen, wir drei, machen am Ende sechs Freiwürfe in Folge nicht, was super wehtut, weil wir das Spiel hätten zumachen können. Und am Ende ist es dann das, was passieren kann, wenn man noch nicht hundertprozentig eingespielt ist: Wir bringen das Spiel nicht nachhause. Wir haben eine klare Identität, die wir entwickeln wollen, einen klaren Spielstil, den ich über weite Strecken auch gesehen habe. Umso bitterer, dass es noch nicht gereicht hat. Aber das ist jetzt das, woran wir einfach arbeiten müssen. Wir wollen uns nächste Woche den schon heute verdienten Sieg erarbeiten und holen.“

WWU Baskets: König, J. (5/1), Günther (6 A.), Weß (19/3), König, A. (9/3), Hänig (9, 8 R.), Padberg, Baues (4), Coffin (10/2, 7 R.), Goolsby (5/1), Lüsebrink (o.E.), Delpeche (4), Medina (3/1).
EWE Baskets Juniors: Gorbachov (5), Hemschemeier, Schmolke (o.E.), Papenfuß, Masnic (o.E.), Hollatz (7, 6 A.), Drijencic (12/1), Keßen (22/1, 13 R.), Agbakoko (2), Stephens (17/3, 8 R.), Oluwasegan Akibo (6/2), Drescher (2, 7 R.).

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