Qualitätskontrolle beginnt mit der Nase Brauereien trainierten an der FH Münster ihre Sinne für bessere Bierqualität

Biersensorik an der FH Münster: Prof. Dr. Thorsten Sander (r.) und Brauereivertreter probieren konzentriert Bier, um Fehlaromen sicher erkennen zu lernen. (Foto: FH Münster / Stefanie Gosejohann)

Es riecht nach Arbeit – nach ernsthafter, konzentrierter Arbeit am Bierglas. Im Sensoriklabor der FH Münster haben Vertreter regionaler Brauereien kürzlich ihre Sinne geschärft. Unter Anleitung von Prof. Dr. Thorsten Sander trainierten sie, typische Fehlaromen sicher zu erkennen und einzuordnen.

Sander, Sensorik-Experte und Biersommelier am Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management, hatte Brauereivertreter aus der Region zu dem Sensorik-Training eingeladen. Im Mittelpunkt standen verschiedene Fehlaromen, die bei der Bierherstellung auftreten können und möglichst früh erkannt werden sollten.

„Wo Menschen, Maschinen und Mikroorganismen zusammenarbeiten, kann es durchaus einmal zu qualitativen Schwankungen und auch Fehlern kommen. Diese sollten in der Brauerei erkannt und im besten Fall korrigiert werden“, erklärte Sander.

Das sichere Erkennen und Benennen solcher Abweichungen gehört zu den Grundlagen der Qualitätssicherung und spielt auch bei der Entwicklung neuer Biere eine wichtige Rolle.

Austausch unter Fachleuten

Neben den praktischen Übungen bot der Abend Gelegenheit zum Austausch zwischen Brauereien unterschiedlicher Größe. Nach Angaben der Teilnehmer wurde dabei einmal mehr deutlich, wie wichtig regelmäßiges Sensorik-Training für die eigene Qualitätskontrolle ist.

Ihr Fazit fiel entsprechend positiv aus: „Das war auf jeden Fall eine tolle Möglichkeit, mal wieder ungewöhnliche Fehlaromen zu probieren und aufzufrischen.“

Die Proben wurden zuvor mit verschiedenen Fehlaromen versetzt. (Foto: FH Münster / Stefanie Gosejohann)

Biersensorik hat an der FH Münster Tradition

Das Training reiht sich in eine ganze Reihe von Projekten rund um das Thema Biersensorik an der FH Münster ein. Thorsten Sander bietet dazu ein gleichnamiges Wahlseminar an, hat Projekte wie das „Friedensbier“ begleitet und richtet jährlich den Students‘ Beer Award aus.

Das jüngste Sensorik-Training zeigte erneut, dass das Know-how der Hochschule nicht nur Studierenden zugutekommt. Auch Brauereien aus der Region nutzen die wissenschaftlich fundierte Sensorik, um ihre Qualitätsstandards weiterzuentwickeln. Gleichzeitig könnte das Format eine Grundlage für weitere gemeinsame Fortbildungsangebote bilden.

Mehr Infos über das Labor für Lebensmittelsensorik könnt ihr auf der Homepage der FH Münster finden.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert