Studierende planen Halle für inklusiven Sport Entwürfe für das Projekt „Baseline“ sollen Rollstuhlbasketball, Hochschulsport und die Uni Baskets unter einem Dach verbinden

Beim Projekt „Baseline“ entwickeln Architekturstudierende Ideen für eine barrierefreie Halle mit nachhaltigem Konzept. (Foto: Markus Bomholt)
Beim Projekt „Baseline“ entwickeln Architekturstudierende Ideen für eine barrierefreie Halle mit nachhaltigem Konzept. (Foto: Markus Bomholt)

Im Studierendenprojekt „Baseline“ haben 26 Studierende der Münster School of Architecture Entwürfe für eine Sporthalle entwickelt, die Rollstuhlbasketball, Hochschulsport der Universität Münster und den Trainingsbetrieb der Uni Baskets Münster zusammenführen soll. Der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten Münster-Münsterland (BDA) zeichnete mehrere Arbeiten aus.

Die Aufgabe lautete, ein Hallengebäude zu entwerfen, das hohe Anforderungen an Barrierefreiheit erfüllt und zugleich Prinzipien des einfachen und nachhaltigen Bauens berücksichtigt. Vorgesehen ist eine Nutzung als Spielhalle für den inklusiven Rollstuhlbasketballclub BBC Münsterland mit hoher Zuschauerkapazität. Gleichzeitig soll die Halle als Trainingsstätte für die Uni Baskets sowie für Angebote des Hochschulsports dienen.

Barrierefreiheit als Ausgangspunkt

Der Ansatz wird in der Projektbeschreibung als „umgekehrte Inklusion“ bezeichnet. Gemeint ist, dass sich die Planung konsequent an den Bedürfnissen von Rollstuhlbasketballerinnen und -basketballern orientiert und Barrierefreiheit damit zum Ausgangspunkt des Entwurfs wird. Federführend begleitet wurde das Projekt vom BDA. Beratend waren BBC Münsterland, Hochschulsport und Uni Baskets eingebunden, wie es in einer Medienmitteilung der Uni Baskets Münster heißt.

Geleitet wurde das Projekt von den Dozenten Marc Hehn und Christian Pohl, beide Mitglieder im BDA. Begleitet wurde es außerdem von Helge Stuckenholz (Uni Baskets) und Marcel Fedde (BBC Münsterland), die den Studierenden Praxishinweise zu Abläufen und basketballspezifischen Anforderungen gaben. „Die hohe Empathie aller teilnehmenden Studierenden für die Anforderungen der Rollstuhlbasketballer hat mich begeistert“, sagte Uni-Baskets-Manager Stuckenholz.

Preise für vier Entwürfe

Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern von Universität, Architektur und Basketball vergab drei Preise sowie eine Auszeichnung. Den ersten Preis erhielt „2in1+“ von Julia Mevenkamp und Leonie Wieschus. Der zweite Preis ging an „Freie Platzwahl“ von Fynn Hospes und Luca Matthias Michels, der dritte an „LEVEL UP“ von Emma Aldenhoff, Anna Breidebach und Lena Meyer. Eine Auszeichnung erhielt „Leo Campus Connect“ von Emelie Buick und Maria-Lara Lütkemeyer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert