Premiere für Wilsbergs “Mörderische Rendite” Fast 1.400 sahen sich die neue Folge der Serie vorab im Cineplex Münster an

Bereitwillig unterschrieb Leonard Lansink alles, was ihm entgegen gehalten wurde – nur keine windigen Finanzverträge (Foto: Thomas Hölscher)

Am Montag haben wieder sehr viele Wilsberg-Fans die Gelegenheit genutzt, die neueste Folge der ZDF-Serie vorab im Kino zu sehen. Bevor der Film “Mörderische Rendite” auf den Leinwänden in drei ausverkauften Kinosälen im Cineplex am Albersloher Weg zu sehen war, erfüllten die Hauptdarsteller Leonard Lansink und Roland Jankowsky bereitwillig die zahlreichen Wünsche nach Fotos und Autogrammen. Nebenbei beantworteten sie auch ein paar Fragen der anwesenden Journalisten.

Auf die Frage, ob er sich die Folge am Samstag auch noch mal im Fernsehen ansehen wird, antwortete Lansink schlagfertig, dass er die meisten Filme schon beim ersten Mal verstehen würde. Ihm reiche also das eine Mal hier in Münsters Kino-Palast. Warum sollte man ihn ansehen, fragte ein anderer. “Weil ich da mitspiele,” lautete die knappe Antwort des Wilsberg-Darstellers. “Solange ich den Text noch behalte, kann ich auch arbeiten,” versicherte Leonard Lansink uns, dass er gerne noch viele weitere Folgen für die Serie drehen möchte, “und dann sehen wir mal, wie lang das noch geht”. Wird die beim 50. Jubiläum sektgeschwängert angekündigte Anzahl von 100 Folgen tatsächlich noch voll gemacht? “Ich finde, die hundert ist ‘ne super Zahl, ich hab da Ehrgeiz,” sagte er und verwies auf die aktuellen Dreharbeiten. “Wir sind jetzt bei Folge 65, die 75 ist also bestimmt zu schaffen. Hundert ist natürlich eine große Nummer. Mal sehen, ob ich als Detektiv auch mit ‘nem Rollator klarkomme,” fügte er spitzbübisch hinzu, als sich das Foyer mit immer mehr Kinobesuchern füllte.

Mit Roland Jankowsky und Leonard Lansink posierten auch die Episodendarsteller Klara Höfels und Michael Kausch vor dem Kinopublikum. (Foto: Thomas Hölscher)

“Es ist schon erstaunlich, dass heute 1.400 Menschen zur Wisberg-Premiere ins Kino kommen, wo sie alle den Film doch in ein paar Tagen bequem im Fernsehen gucken können,” sagte Ulli Vollmar mit einer Mischung aus Stolz und Verwunderung. “Das läuft in diesem Umfang auch nur in Münster,” äußerte sich der Sprecher des Cineplex überzeugt. Die Münsteraner werden also nicht satt, Geschichten aus ihrer eigenen Stadt auf Leinwand und Bildschirm zu sehen. Ob sie es verzeihen werden, dass die Dreharbeiten für die beiden allerneuesten Folgen vor allem in Bielefeld stattfanden und kaum in Münster? In dieser Woche wird für die Nummern 64 und 65 der Serie noch in Köln gedreht, daher waren von der Stammbesetzung nur Leonard Lansink und Roland Jankowsky zur Premiere von “Mörderische Rendite” nach Münster gekommen. Zu ihnen gesellten sich die Episodendarsteller Klara Höfels, Petra Kalkutschke und Michael Kausch.

Moderator Adam Riese (re.) präsentierte die Film-Crew: Produzent Anton Moho, Petra Kalkutschke, Drehbuchautor Georg Ludy, Redakteur Martin R. Neumann und Michael Kausch. (Foto: Thomas Hölscher)

Sie alle standen wie gewohnt nach der Aufführung des Films auf der Bühne, wo Moderator Adam Riese versuchte, ihnen ein paar Informationen zu entlocken. Dabei offenbarte Klara Höfels, dass sie mehr Theater spielt als zu filmen, während die Fernsehzuschauer sich bei Michael Kausch vielleicht noch an seine Rolle als Manfred Krugs Anwaltskollege Giselmund Arnold aus der Serie “Liebling Kreuzberg” erinnern können. In der aktuellen Wilsberg-Folge spielen sie das Ehepaar Dietze, das von einem unseriösen Vermögensberater um ihre Ersparnisse für den Ruhestand betrogen wird. Leonard Lansink verriet rückblickend, dass er nicht mehr so oft ins Heaven geht, wie noch in früheren Jahren, und Roland Jankowsky wurde dafür gefeiert, dass er im September dank seiner Selfie-für-Spende-Idee endlich wieder der erfolgreichste Promi beim Promikellnern war. Ebenfalls auf der Bühne standen Produzent Anton Moho, ZDF-Redakteur Martin R. Neumann und Georg Ludy, der hiermit sein allererstes Drehbuch für die Serie verfasst hat und dabei auf sein eigenes “verwegenes Vorleben” zurückgreifen konnte, unter anderem als Versicherungsvertreter.

Tatsächlich ist die neue Folge durchweg etwas ernster, als viele der zuletzt ausgestrahlten. Schließlich geht es diesmal ums Geld der kleinen Leute und wie skrupellose Menschen, wie der zwielichtige Vermögensberater Uli Pape (Simon Schwarz) und seine ehrgeizige Assistentin Jette Retzlaff (Cornelia Gröschel), es ihnen abluchsen. Viele hätten ein nachvollziehbares Motiv, den dabei beteiligten Bankmanager zu ermorden, sogar Hauptkommissarin Springer (Rita Russek). Trotzdem kommen die beliebten Running Gags der Serie nicht zu kurz: natürlich überschätzt Kommissar Overbeck wieder seine Fähigkeiten und trägt dabei die vermeintlich coole Sonnenbrille. Irgendwann ist Entenquaken zu hören und Bielefeld wird erwähnt – wenn auch ziemlich spät. Oliver Korittke alias Ekki Talkötter muss erneut undercover für seinen Kumpel Wilsberg ermitteln und Paule Klink als Anwältin Alex Holtkamp einen verdächtigen Fiesling vertreten. Von Münster werden ein paar verschiedene Plätze gezeigt. So muss die Stadthausgalerie als Bankhaus herhalten, während die Torminbrücke am Aasee als düsterer Tatort für einen Mord inszeniert wurde. Alles im allen wird es sich am kommenden Samstag nicht nur für Münsteraner lohnen, für “Mörderische Rendite” beim ZDF einzuschalten, denn dies ist eine wirklich klassische Wilsberg-Folge.

Ausgestrahlt wird die neue Wilsberg-Folge "Mörderische Rendite" am Samstag, 3. November 2018, ab 20.15 Uhr im ZDF. Online ist das Video bereits jetzt und bis zum 18. Januar 2019 unter www.zdf.de verfügbar

Weitere Bilder könnt ihr in unserer Fotostrecke finden.

Ralf Clausen

Ralf Clausen

(rc) - Redakteur & Chef vom Dienst bei ALLES MÜNSTER
Ralf kommt aus dem Norden, lebt aber schon seit 1992 in Münster. Er interessiert sich besonders für Musik und Kultur, aber auch für Geschichte und Stadtgeschichten. Im Bürgerfunk moderiert er auf Antenne Münster "Easy Listening - Musik am Feierabend". Einige seiner Schallplatten trägt Ralf schon mal zum Auflegen in eine von Münsters Kneipen, zu denen seine Lieblingsmusik aus den 50er, 60er und gelegentlich auch 70er Jahren passt.

rc@allesmuenster.de
Ralf Clausen

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