Politik der fünften Jahreszeit – Hannelore Kraft erhält Ehrentitel der KG Unwiesität

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Bei der Matinee der KG Unwiesität stand Hannelore Kraft im Mittelpunkt. Ehrenrektor Hanspeter Kunze (2.v.r.) führte durch die Veranstaltung. Laudator Dr. Ludger Stratmann (2.v.l) Rektor Michael Urmanska (l.) gratulierten der neuen Dr. Humoris Causa genauso, wie dem Unwiesen Magister Klaus Berger (r.). (Foto: cabe)
Bei der Matinee der KG Unwiesität stand Hannelore Kraft im Mittelpunkt. Ehrenrektor Hanspeter Kunze (2.v.r.) führte durch die Veranstaltung. Laudator Dr. Ludger Stratmann (2.v.l) Rektor Michael Urmanska (l.) gratulierten der neuen Dr. Humoris Causa genauso, wie dem Unwiesen Magister Klaus Berger (r.). (Foto: cabe)

Hannelore Kraft wirft zum ersten Mal einen Blick auf die überarbeitete Version des Bürgerlichen Gesetzbuchs, kurz BGB. Ganz vorbehaltlos begutachtet die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen die Neufassung des gefürchteten „Flüssigen BGB“ mit hochprozentigem Fusel zum Inhalt, getarnt in einem überdimensionalen Gesetzbuch. Zwar musste Kraft erstmal kräftig schlucken, aber nachdem die Politikerin alles sacken ließ, befürwortete sie absolut die neue Rechtsprechung.

Diesmal war Kraft aber nicht bei einer politischen Veranstaltung, sondern bei der traditionellen Matinee der Karnevalsgesellschaft Unwiesität Münster, die in die Cloud des Factory Hotels geladen hatte. Ehrenrektor Hanspeter Kunze führte durch den Festakt, dessen Höhepunkt die Verleihung der unwiesen Doktorwürde an die Ministerpräsidentin war.

Politik und Karneval schienen am Sonntag zu verschmelzen, denn die rund 200 Gäste im voll ausgebuchten Saal erlebten, wie Politik in der fünften Jahreszeit gemacht wird: Hannelore Kraft wurde zum „Doktor Humoris Causa“ ernannt und verkündete gut gelaunt ihre neuen Amtshandlungen. Zum Beispiel wird das flüssige BGB für jeden Bürger zeitnah als Download zur Verfügung gestellt, bis Aschermittwoch alle Landesbeamten in Düsseldorf ausgewildert und NRW zum „unwiesen“ Land – natürlich mit ihr an der Spitze der Regierung –  ernannt werden.

Politik trifft auf Tollität: Hannelore Kraft und Prinz Bernd Homann I. waren die Hingucker bei der Matinee. (Foto: cabe)
Politik trifft auf Tollität: Hannelore Kraft und Prinz Bernd Homann I. waren die Hingucker bei der Matinee. (Foto: cabe)

„Ich brauch noch so einen vom BGB, dann geht das besser“, sagte Kraft scherzhaft. Nach diesem Satz der SPD-Politikerin führte sie ihre Rede, ganz stilecht, in Masematte fort und grüßte die „Kalinen und Seegers“. Mit den Worten: „Ihr zeigt dem Rheinland, wie Westfalen feiern kann“, lobte die frisch ernannte Ehrendoktorin die tollen Tanzgruppen, Musiker und die Gesellschaft KG Unwiesität Münster.

Als Programmpunkte überzeugten die Aaseenixen der Narrenzunft Aasee als Waldfeen genauso wie die Aaseeküken der NZA, die mit ihrem Showtanz „Affenalarm im Zoo“ begeisterten. Die tollen Truppen waren als Begleitung des Stadtjugendprinzenpaares Jule und Leon zum Auftritt gekommen.

Nachdem die ersten Orden überreicht waren und alles nochmal durch das flüssige BGB unterstrichen wurde, erhielt auch Klaus Berger, Präsident der Stadtwache Münster und nun seit 30 Jahren Leiter des Spielmannszuges, seine Beförderung zum „Unwiesen Magister“ der Karnevalsgesellschaft. Die Auszeichnung wurde bekräftigt mit einem kräftigen Schluck aus der unwiesen Rechtsprechung und einem lauten „UNWIES UHU“.

Mehr Bilder der Matinee gibt es in der großen Fotostrecke.

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