Warendorfer Straße ein Tag autofrei Bündnis ruft zum PARK(ing) Day in Münster am 17. September auf

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In diesem Jahr findet der Parking Day auf der Warendorfer Straße statt. (Foto: Ralf Clausen)
In diesem Jahr findet der Parking Day auf der Warendorfer Straße statt. (Foto: Ralf Clausen)

Ein Bündnis von sozial und ökologisch engagierten Gruppen und Initiativen aus Münster ruft für Freitag, den 17. September 2021, zum PARK(ing) Day auf. Unter dem Motto „Viertel for Future“/ „PARKing Day @ Warendorfer Straße“ soll ab 13:00 Uhr im Bereich zwischen Piusallee / Friedrichstraße und dem Ring ein autofreier Raum als Oase der Ruhe, des Spiels und des kritischen Denkens entstehen.

„Mit dem PARK(ing) Day möchten wir eine Diskussion zum Thema Nutzung und Gestaltung des öffentlichen Stadtraumes anregen“, so Joachim Bick von der Interessengemeinschaft Fahrradstadt.MS. „Wir möchten aufzeigen, wie Verkehrsflächen anders genutzt werden können und ein Bewusstsein dafür schaffen, wie sehr der Autoverkehr den öffentlichen Raum dominiert.“ Gleichzeitig wird durch das Motto „Viertel for Future“ ein Bezug zur Klimakatastrophe hergestellt, wie Anne Willenborg von der Initiative Klimaalarm Münster betont: „Der Verkehrssektor verursacht in Deutschland knapp 20 Prozent der Treibhausgasemissionen. In Münster wächst der private Autobesitz seit Jahren an – die Entwicklung geht in die völlig falsche Richtung. Ereignisse wie der PARK(ing) Day machen den Bürgern bewusst, dass sie ihre Stadt mitgestalten und sich Problemen entgegenstellen können.“

Der PARK(ing) Day ist ein seit 2005 international jährlich begangener Aktionstag zur Re-Urbanisierung von Innenstädten. Am dritten Freitag im September werden dann Parkplätze im öffentlichen Straßenraum modellhaft kurzfristig umgewidmet und einer anderen Nutzung wie der als grüne Oase oder Pflanzinsel, als Gastronomie- und Sitzfläche oder Fahrradabstellfläche zugeführt. In Münster findet die Versammlung zum fünften Mal statt und war nach Angaben der Veranstalter zuletzt stark angewachsen: 2019 erstmals auf dem damals vollständig Auto-befreiten Hansaring, 2020 auf der Wolbecker Straße. Besonders den Anwohnern vor Ort sei die Befreiung von Lärm und Abgasen als positives Erlebnis im Gedächtnis geblieben, heißt es in einer Presseerklärung. Neu sollen in diesem Jahr Zeiträume sein, in denen vollständig auf Beschallung verzichtet wird. Die Initiatoren betonen, dass der Fuß- und Radverkehr nicht eingeschränkt werde. Ein kostenfreier Rikscha-Service soll den Zugang insbesondere für körperlich eingeschränkte Anlieger erleichtern.

2 Kommentare

  1. Briefe, Pakete und Güter wie Medikamente stellen sich wohl dann automatisch zu oder holen sich automatisch ab?

    Die Verkehrssituation ist in Münster zur Zeit doch wohl extremst angespannt. Dieses wird ja nicht nur durch die einseitige Sperrung des Hansaringes und die Neugestaltung der Umgehungsstraße,sondern auch durch Baustellen und einen von einer linken Ratsmehrheit initiieren, m.E. völlig überflüssigen und komplett untauglichen Verkehrs”versuch” verursacht. Aber als ob damit nicht schon genug Unheil angerichtet würde, muss jetzt auch noch unbedingt die Warendorfer Straße für einen Tag besetzt werden. Da kann ich als Postzusteller nur sagen:”O Herr, lass’ Hirn regnen!”
    Ich bin übrigens im Juli bei Greenpeace Mitglied geworden. Nachdem ich von dieser, m.E. völlig hirnrissigen, Aktion Parking Das gelesen habe, überlege ich, aus diesem Verein wieder auszutreten. Ich sehe meinen Platz zwischen vernünftigen, pragmatisch handelnden und kompromissfähigen Mitgliedern. Mit Leuten, die meiner Meinung nach eher die Bezeichnung “Öko-Marxisten” und “Chlorophyll-Kommunisten” verdienten, will ich definitiv weder in einen Topf geworfen werden noch will ich mir denen irgend etwas zu tun haben.

    1. Als betroffener Anlieger, der 5 Tage der Woche immer gerne mit dem Rad mobil ist, kann ich über diese Aktion am Freitag nur den Kopf schütteln. Die Warendorfer ist eine wichtige Straße in Münster. Ein Verkehrschaos ist jetzt schon in Sicht. Viele Berufstätige werden große Umwege machen müssen und es wird unnötig mehr CO 2 produziert als Ergebnis. Auch bin Autofahrer und mich betrifft diese Aktion. Eine “wohl” gut gemeinte Aktion, die nur das Gegenteil erzeugen wird. Eine Aktion am Sonntag wäre ein Kompromiss. Aber Kompromisse sind hier wohl nicht gewollt und deshalb kann ich diese Aktion nicht unterstützen. Eine Rolle rückwärts, wird es mit solchen Aktionen nicht geben!

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