Neue WG im Allwetterzoo

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Lässt sich nicht die Butter vom Brot klauen: Stachelschwein in der neuen WG. (Foto: th)
Lässt sich nicht die Butter vom Brot klauen: Stachelschwein in der neuen WG. (Foto: th)

Wenn das Gute so nah liegt – warum machen wir es dann nicht? Das dachte sich wohl der Allwetterzoo und schritt zur Tat: Die Erdmännchen im Allwetterzoo sind zukünftig nicht mehr allein, sondern können bei Bedarf in einer Wohngemeinschaft mit neuen Mitbewohnern leben: den Stachelschweinen! Mit der Erdmännchen-Stachelschwein-WG betritt der Allwetterzoo relativ neues Terrain; inspiriert wurde man durch den Heidelberger Zoo, wo die Vergesellschaftung beider Tierarten zeigt, dass das Zusammenleben gut funktioniert.

Dirk Wewers erklärt die auf Kindergröße ausgerichtete Anlage der Stachelschweine. (Foto: th)
Kurator Dirk Wewers erklärt die auf Kindergröße ausgerichtete Anlage der Stachelschweine. (Foto: th)

Neu hinzugekommen ist jetzt ein einjähriges Bruderpaar aus dem Nordhorner Tierpark. Für diese WG wurden zwei Gehege umgestaltet und miteinander verbunden. Das vordere Gehege hat einen Extra-Grabschutz bekommen, da Stachelschweine ebenso wie Erdmännchen ausgezeichnete Gräber sind. Über das Winterhaus der Stachelschweine führt nun eine Verbindung mit einem kleinen Loch für die Erdmännchen. Dieses ist zurzeit noch verschlossen, da die Erdmännchen unerwarteten Nachwuchs bekommen haben und der noch im eigenen Gehege besser beobachtet werden kann. Bei starken Regengüssen würde dieser unter Umständen im Stachelschweingehege verschüttgehen.

Was viele vielleicht nicht wissen: Die aus Asien und Afrika stammenden Stachelschweine haben mitnichten etwas mit Schweinen zu tun, sondern mit Meerschweinchen, ihren südamerikanischen Verwandten. Zoo-Kurator Dirk Wewers lachend: „Eins der skurrilsten Tiere im Zoo die wir haben – wie ein großes Meerschweinchen mit Irokesenfrisur“, und erklärt: „Sie können bis zu 30 Jahre alt werden.“

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