Tourismus im Münsterland: Einbußen von 50 Prozent

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So schön könnte es aussehen - in Corona-Zeiten müssen die Betriebe allerdings flexibel auf neue Vorgaben reagieren. (Foto: Münsterland e. V.)
So schön könnte es aussehen – in Corona-Zeiten müssen die Betriebe allerdings flexibel auf neue Vorgaben reagieren. (Foto: Münsterland e. V.)

Laut Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) ist die Zahl der Gästeankünfte im Münsterland für den März 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 59,4 Prozent gesunken. Auch die Zahl der Übernachtungen sank um 50,6 Prozent. Für das erste Quartal 2020, das in den Monaten Januar und Februar sogar noch deutliche Zuwächse beim Tourismus verzeichnete, bedeutet das einen Rückgang von 20,1 Prozent beziehungsweise 14,5 Prozent.

„Unsere Befürchtungen und Voraussagen sind leider eingetroffen“, sagt Michael Kösters, Bereichsleiter Tourismus bei der regionalen Management-Organisation Münsterland e.V. „Und das sind nur die Zahlen für den Monat März, in dem anfangs sogar noch das Reisen erlaubt war. Die Einbußen werden für den April noch deutlich höher ausfallen und selbst die bevorstehenden Teilöffnungen im Bereich Hotellerie ab dem 18. Mai werden die Verluste bei weitem nicht auffangen können.“

Die Zukunft der Branche sieht Michael Kösters akut gefährdet: „Viele Betriebe werden weiter ums Überleben kämpfen müssen, da sie durch die geltenden Einschränkungen und fehlende Tagungen, Familienfeiern und Firmenevents deutlich weniger Umsatz generieren können, als in normalen Jahren.“

Einen kleinen Vorteil für das Münsterland sieht Kösters allerdings im Vergleich zu anderen Regionen: „Die Zahlen zeigen: Im Münsterland haben wir keinen so starken Rückgang ausländischer Gäste wie in Metropolregionen, die viele internationale Messen oder Events ausrichten. Da Flug- und Kontinental-Reisen wahrscheinlich vorerst nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich sind, bricht diesen Regionen eine wichtige Zielgruppe dauerhaft weg. Für das Münsterland sehe ich die Chance, dass wir unsere bisherigen Zielgruppen im Inland schnell wieder erreichen und motivieren können, hier Urlaub zu machen. Denn das Münsterland punktet mit hoher Lebensqualität zwischen Stadt und Land, viel Platz in der Münsterländer Parklandschaft, der Stadt Münster als Ausflugsziel und mit dem Boom-Thema Fahrrad.“

Durch die weitgehend wegfallenden geschäftsbedingten Übernachtungen werde sich der Münsterland e.V. entsprechend auf den Freizeittourismus fokussieren. „Hier wollen wir zeitnah gemeinsam mit unseren Partnern in der Region sowie der Hotellerie und Gastronomie massiv um Gäste werben und die Attraktivität des Münsterlandes nach außen kommunizieren“, so Kösters abschließend.

Der Münsterland e.V. bietet auf der Internetseite www.muensterland.com/muensterland-erleben einen Überblick für Kunden, welche Freizeiteinrichtungen und gastronomischen Betriebe unter welchen Bedingungen schon wieder geöffnet haben.

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