Münster macht Mode

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Frisch, bunt, frech... Das erste Semester ließ sich von einem bunten Farbkasten inspirieren. (Foto: th)
Frisch, bunt, frech… Das erste Semester ließ sich von einem bunten Farbkasten inspirieren. (Foto: th)

Und das nicht zu knapp! Röcke, Blusen und Abendkleider. Eindrucksvolle Kreationen, untermalt mit der passenden Musik: Die Schüler und Studenten der Schule für Modemacher zeigten am vergangenen Freitag in der Halle Münsterland bei „Students on Catwalk“ Klassisches, Freches, Buntes! Das Besondere: die Schüler präsentierten ihre Modelle selbst.

Highlights des Abends – Die Kollektionen der Absolventen 2015. Begrüßt und durch den Abend begleitet wurden die Zuschauer von den zwei frischgebackenen Produktmanagerinnen für Modedesign Stephanie Rabe und Karoline Florian.

„Es ist ein besonderer Abend. Unsere Absolventen feiern ihren Abschluss und die Schule für Modemacher in Münster ihr zehntes Jahr!“ Prof. Dr. Wolfgang Hufnagel, Mitglied der Schulleitung wirkte sichtlich stolz. Auch Hans Rath, Vorstandsvorsitzender des Vereins Modemacher Münster e. V. betonte die Bedeutung der Münsteraner Ausbildungsstätte im Modezirkus. Beate Welp-Gerdes, Dozentin für Produktmanagement und Marketing beschrieb anschaulich kurz die Arbeit der Modeschule: „Wir sind Gärtner. Zu uns kommen zarte Pflänzchen, die wir gießen, hegen und pflegen. Am Ende entlassen wir starke Bäume!“ Auch wurde sich viel bedankt. Und sagt man in einem Saal mit 1´800 Gästen „Danke“, fühlt sich jeder angesprochen, auch wenn man „nur“ Zuschauer ist.

Die Kreativität der Modeschüler zeigte sich ab der ersten Sekunde der Modenschau. Das erste Semester präsentierte Röcke. Lange Röcke, kurze Röcke, knallig bunt, klassisch schwarz, sportlich. Der erste Walk bestach durch klassische Schnitte, fließende schwarze Stoffe und raffinierte goldene Ornamente. Die pure Lust am Rock-tragen versprühte die Kollektion „Art Attac“. Frisch, bunt, frech. Und das Neopren nicht nur ins Wasser gehört, zeigten die Kreationen der „Sports Couture“.

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Die Blusen der „Black Birds Of Paradise“-Kollektion: Schwarz, sexy und sinnlich. (Foto: th)

Blusen waren der Auftrag des dritten Semesters und die hatten im Publikum eine große Fan-Gemeinde. Inspiriert durch den „Soul Of Arfica“, zeigten die angehenden Designerinnen Farbspiele aus grün, braun, rot und ocker. Bezaubernd, verspielt und sehr sinnlich zeigte sich die „La Vie En Rose“-Kollektion. Die Kombination aus fließenden Stoffen, Rüschen und Blumen versprühte eine Leichtigkeit und einen Hauch des Frühlings in Paris. Die „Black Birds Of Paradise“ – Kollektion überzeugte durch die Kombination von raffinierten Schnitten, schwarzen fließenden Stoffen und sehr detailreich eingesetzten Federn.

10 Jahre Schule für Modemacher – Das zeigte das fünfte Semester: vergangene Kollektionen neu interpretiert. Im Mittelpunkt stand das Abendkleid. So bewegten sich die unterschiedlichsten Stile und Einflüsse auf dem Laufsteg der Studenten, die gerade ihre Gesellenprüfung absolviert hatten. Dem Zuschauer begegneten die Göttin der Ernte, Feuervögel, Engel, Bond Girls, irische Fabelwesen und große Roben für den besonderen Auftritt.

Nach der Pause folgte das Highlights des Abends: 16 individuelle Kollektionen. Jede für sich vollendet und raffiniert in Szene gesetzt. Make-up, Haare, Musikauswahl. Perfektion, die sich sehen lassen konnte. Vom Business-Style über Hochzeitsmode bis zur großen Abendrobe – Mode, die das Herz begehrt:

(Foto: th)
Karoline Florian lässt Mann sportlich aussehen. (Foto: th)

Die Musik untermalte die Leichtigkeit der Kollektion von Julia Bauer. Ihr detailreicher Chic überzeugte durch den Einsatz von Strick und rosé. Coole, sportliche Mode hat Karolin Florian kreiert. Nicht nur für die Dame, sondern auch für den Herren. Madlena Herr komponierte einen Streetwear-Look. Rote Karos, rote Lippen, taffe Mädels und die coolen Jungs erinnerten an die 60er Jahre.

Dunkel geprägt, mit Akzenten in beige und rosé… „Bellarose“… Laura Lehrich setzte ein grooviges Statement. Von der Abendrobe bis hin zum Disco-Outfit: Dominique Sieker zeigte ihre ganze Bandbreite ihres Könnens mit Pailletten, in Kombination mit schwarz, silber und rot.

Christiana Lerche setzte Wolle grungig-chic in Szene. So geht Frau heute aus! Ekatharina Asrawis Models waren gut behütet, passend zu Ihren After-Work-Style. Highlight ihrer schwarz geprägten Kollektion waren die königsblauen Accessoires. Mittelpunkt der Mode von Kira Holtkötter ist Wolle. Mit ihrer Kollektion versah sie den Laufsteg mit einem ein Hauch von Marleene Dietrich. Die 20er Jahre liessen grüßen. „Black ist the new black“ lautete das Statement von Lisa Elvering. Sie schickte blonde Vamps auf den Laufsteg, die ihre recht rockige, dennoch glamouröse Mode präsentierten.

“My Pleasure for Titus” – so schön kann Winter sein. Wer denkt da an Sommer, Sonne, Sonnenschein, wenn man sich die Kombinationen von Maiti Peter anschaut. So cool ist Aprés Ski. Mit klassischen Schnitten, aber frech und vor allem frisch interpretiert überzeugte Isabell Mende. Cornelia Westfehling ließ sich für ihre Abschluss-Kollektion vom Flair der Großstadt inspirieren. Derbe Schuhe sind in!

Die Dessous von Laura Müller sind ein echter Blickfang. (Foto: th)
Die Dessous von Laura Müller sind ein echter Blickfang. (Foto: th)

Männer mögen Mode! Das bewies Mark Roppertz mit seinem Materialmix aus Leder und fließenden Stoffen, in schwarz und creme gehalten. Christine Wittfort brachte den Boho-Style auf den Laufsteg. Ihre wildromatischen Hochzeitskleider luden zum träumen ein. Jede einzelne Kollektion erntete tosenden Applaus des Publikums. Und dann… dann ging ein Raunen durch den Saal: Laura Müller präsentierte ihre Night-Kollektion: aufregend sinnliche Dessous!

Aber Bilder sagen mehr als tausend Worte, hier geht’s entlang zur Fotostrecke.

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