Modernisierungskurs am UKM in vollem Gange

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Beim UKM Neujahrsempfang: (v.l.) Michael Rentmeister (Pflegedirektor UKM), Prof. Dr. Norbert Roeder, (Vorstandsvorsitzender und Ärztl. Direktor UKM), Dr. Christoph Hoppenheit (stellv. Vorstandsvorsitzender und Kaufm. Direktor UKM). (Foto: UKM) Gastrednerin Lene Gammelgaard Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Wilhelm Schmitz, Dekan der Medizinischen Fakultät Prof. Dr. Michael Raschke, stellv. Ärztlicher Direktor UKM
Beim UKM Neujahrsempfang: (v.l.) Michael Rentmeister (Pflegedirektor UKM), Prof. Dr. Norbert Roeder, (Vorstandsvorsitzender und Ärztl. Direktor UKM), Dr. Christoph Hoppenheit (stellv. Vorstandsvorsitzender und Kaufm. Direktor UKM). (Foto: UKM) Gastrednerin Lene Gammelgaard Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Wilhelm Schmitz, Dekan der Medizinischen Fakultät Prof. Dr. Michael Raschke, stellv. Ärztlicher Direktor UKM

Eines machte der Neujahrsempfang des Universitätsklinikums Münster (UKM) und der Medizinischen Fakultät der Universität Münster deutlich: Die münstersche Universitätsmedizin befindet sich im Wandel, sowohl personell durch anstehende Neuberufungen von Professoren als auch baulich.

„Nach der Zusage der Landesregierung, dass das UKM für die nächsten fünf Jahre zwischen 300 und 500 Millionen Euro erhalten wird, können wir die geplanten Großbauprojekte beginnen und damit zukunftsfähige Bedingungen für eine universitäre Krankenversorgung, Forschung und Lehre schaffen“, zeigten sich Prof. Dr. Norbert Roeder, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des UKM, und Dr. Christoph Hoppenheit, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Kaufmännischer Direktor, zufrieden.

Neben der Fassadensanierung der Türme nimmt der Anbau des Zentralklinikums, der eine Geburtsklinik, die Ambulanzen der Kinderklinik und 40 Intensivpflegebetten umfassen wird, in den kommenden Monaten weiter Formen an. Gleiches gilt für das neue Medizinische ForschungsCentrum „MedForCe“ sowie die Erweiterung der Notfallaufnahme, deren Fertigstellung für Herbst 2017 geplant ist.

Das Ziel aller Maßnahmen sei eine verbesserte Aufenthaltsqualität für die Patienten, sagte Roeder mit Verweis auf die stets ansteigenden Patientenzahlen. In seiner Rede stimmte er die rund 240 Gäste im Kleinen Haus der Städtischen Bühnen Münster zudem auf das diesjährige Schwerpunktthema ein, das intern für das Klinikum ausgerufen wurde: Sicherheit. „Wir streben an, dass die Sicherheit für Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein noch wesentlicheres Kernelement all unserer Tätigkeiten wird.“ So werden im neu gebauten UKM Trainingszentrum, das in wenigen Tagen offiziell eröffnet wird, patientennahe Situationen geschult sowie Sicherheitstrainings mit externer Unterstützung erfolgen. Beteiligt werden zunächst 28 Hochrisikobereiche. Eine klinikweite Ausdehnung des Projektes ist für die folgenden Jahre geplant.

So sollen die UKM Türme nach der Sanierung aussehen: eine moderne Fassade aus Glas, poliertem Aluminium und weißer Glasfaser. (Quelle: Kleihues + Kleihues)
So sollen die UKM Türme nach der Sanierung aussehen: eine moderne Fassade aus Glas, poliertem Aluminium und weißer Glasfaser. (Quelle: Kleihues + Kleihues)

Daran angelehnt passte der Gastvortrag von Lene Gammelgaard, der ersten skandinavischen Frau auf dem Gipfel des Mount Everest, in dem es neben Sicherheit auch um vorausschauendes und zugleich mutiges Handeln ging. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Wilhelm Schmitz, Dekan der Medizinischen Fakultät, griff dieses Thema in seiner anschließenden Rede direkt auf. „Wir haben im vergangenen Jahr unser Basislager ausgebaut, um nunmehr weitere Höhen erklimmen zu können“, bilanzierte er in Anspielung auf den Bergsteiger-Vortrag und nannte auch gleich einige zentrale Herausforderungen: „Wir arbeiten intensiv auf die Verlängerung von drei Sonderforschungsbereichen hin sowie auf die Einrichtung eines neuen.

Im Erfolgsfall bedeutet das mehrere Millionen Euro Fördermittel und eine immense Stärkung des Forschungsstandortes Münster.“ Für dessen nationales und internationales Renommee sei auch der im Vorjahr vollzogene Neuzuschnitt der Forschungsschwerpunkte wichtig: „Die vier neuen Schwerpunkte sind untereinander, aber auch mit dem Exzellenzcluster „Cells in Motion“ sowie weiteren Partnern engstens vernetzt“, so Schmitz, der zudem auf einen umfassenden altersbedingten Generationswechsel in der münsterschen Universitätsmedizin hinwies: „Wir sind in einer Phase, in der wir sehr viele Schwergewichte der Forschung durch Neuberufungen zu ersetzen haben.“ Mit einem neuen Typus von Professur, der „Clinical Translational Professorship“, schaffe die Medizinische Fakultät die Voraussetzungen für eine noch engere Verzahnung von Forschung und der klinischen Anwendung neu gewonnener Erkenntnisse.

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