Großer Pinguin-Aktionstag im Allwetterzoo

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Hat ihre Raubtiere fest im Griff und kriegt auch mal ein Küsschen: Steffi Klahn. (Foto: th)
Hat ihre Raubtiere fest im Griff und kriegt auch mal ein Küsschen: Steffi Klahn. (Foto: th)

Eigentlich gibt es sie schon ganz lange im Zoo, die Brillenpinguine. Aber damit auch jeder die Chance hat, sie noch mal etwas besser kennenzulernen, hat der Zoo zum großen Pinguin-Tag mit vielen Bastelaktionen und Informationen rund um die Pinguine geladen. So beteiligt sich der Zoo seit Jahren an dem SANCCOB-Artenschutzprojekt für Brillenpinguine und die Einnahmen der Spenden bei den heutigen Bastelaktionen fließen zu 100 % in das Projekt. Hier kann geknetet und gemalt werden, können echte Pinguineier und Pinguinfedern im Zoomobil bestaunt werden.

Direkt bei dem Pinguin-Becken ist das Becken der Kegelrobben, dort können Zoobesucher die Fütterung nebst Training beobachten und anschließend bei den Pinguinen selbst füttern. Das Kegelrobbentraining wird von Steffi Klahn bestritten: Sie weiß genau, was die bis zu 250 kg schweren Säugetiere brauchen. Bis zu 6 kg Fisch kriegen sie pro Tag, je nach Größe. Die Kegelrobben gehören zu Deutschlands größten Raubtieren und haben kaum natürliche Feinde in der Nordsee und dem Nordatlantik. Ihre größte Bedrohung ist der Mensch durch Umweltverschmutzung und Überfischung.

Unmittelbar hinter der Glasscheibe ist die Chance am größten, den Fisch an den Mann, äh, Pinguin zu bringen. (Foto: th)
Unmittelbar hinter der Glasscheibe ist die Chance am größten, den Fisch an den Mann, äh, Pinguin zu bringen. (Foto: th)

Damit die großen Tiere sich nicht langweilen und schön fit bleiben, kriegen sie nicht einfach nur ihr Futter ins Becken geworfen, sondern ein Training, das gleichzeitig die Jagd in ihrer natürlichen Umgebung simuliert.

Der große Pinguin-Aktionstag wäre natürlich nicht komplett ohne Sandy, den Brillenpinguin, den die Besucher ganz hautnah erleben und streicheln können. Nebst Pinguinmarsch und einem Gespräch mit dem Tierpfleger Peter Vollbracht gibt es auch Einblicke hinter die Kulissen: Wie bereiten Pfleger das Futter für die Pinguine eigentlich vor? Das kommt nämlich in Blöcken gefroren beim Zoo an. Die später aufgetauten Fische dürfen dann die Kinder selbst in die Hand nehmen und den Pinguinen zuwerfen – dies geht am leichtesten von der Glasscheibe am Beckenrand aus, die Geübteren versuchen sich im Fisch-Weitwurf von der Seite aus.

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