Eröffnung des neuen Känguru-Freigeheges

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In einem der wenigen Sonnenscheinmomente machten sich die Besucher heute selbst ein Bild vom neuen Gehege. (Foto: th)
In einem der wenigen Sonnenscheinmomente machten sich die Besucher heute selbst ein Bild vom neuen Gehege. (Foto: th)

Bei allerbestem Aprilwetter präsentiert der Allwetterzoo Münster heute sein neues begehbares Känguru-Freigehege. Seit es den Allwetterzoo gibt, gibt es auch Kängurus in ihm. Die hatten bisher mit 850 qm auskommen müssen. Mit neuem Konzept und deutlicher Vergrößerung auf über 1200 qm wird ab heute den Kängurus und den Zuschauern die Möglichkeit gegeben, sich näherzukommen. Dafür wurden nicht nur innerhalb von 6 Wochen 1100 qm Rollrasen angelegt, sondern auch die Versorgungsleitungen unter dem Boden erneuert. 39.000 € musste der Zoo selbst für den Umbau stemmen. Das Konzept „hautnah erleben“ geht auf: Was zuvor mit einem Trockengraben umgeben war, zeigt sich nun als gestaltete Hügellandschaft mit freien Wegen für die Besucher.

Unter den gegenwärtigen Tieren (5 Weibchen inklusive Nachwuchs und ein Männchen) gibt es auch eine erfahrene „Häsin“, nämlich Känguru-Dame Pandora. Sie ist bereits 13 Jahre alt und ist die Gelassenste in der Runde der Bennett-Kängurus. Dementsprechend leicht lässt sie sich mit Weidenkätzchen anlocken, einem besonderen Leckerbissen für Kängurus. Wie Tierpfleger Ralf Nacke amüsiert erzählt: „Die ist da im Umgang mit uns sehr ruhig. Wenn wir den Rasen mähen, dann muss man aufpassen, dass man ihr nicht über den Schwanz fährt – die würde einfach stehen bleiben!“

Während Mutter Pandora sich die Weidenkätzchen schmecken lässt, lugt der Nachwuchs neugierig heraus. (Foto: th)
Während Mutter Pandora sich die Weidenkätzchen schmecken lässt, lugt der Nachwuchs neugierig heraus. (Foto: th)

Pandora und ein weiteres Känguru sind aus eigener Nachzucht des Zoos, zwei weitere Tiere stammen aus England und das Männchen ist ebenfalls aus Deutschland, nämlich Duisburg. Zurzeit haben alle Känguruweibchen Nachwuchs, der bisweilen auch mal den Beutel verlässt – wenn sich dann die Tiere erschrecken, kommt es auch mal vor, dass „so wie letzte Woche ein kleines Känguru in den falschen Beutel klettert“, erkärt Tierpfleger Ralf Nacke. Bis zu einem Jahr lang saugt der Nachwuchs noch an der Zitze der Mutter – dazu würde auch später einfach der Beutel aufgeklappt. Üblicherweise sitzen die Jungtiere nur bis zum 9. Lebensmonat im Beutel selbst.

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