Entspannung pur – “Auf weiter Flur” am Maikotten

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Bergfilm, einer der Topacts beim Festival am Maikotten. (Foto: sg)
Bergfilm, einer der Topacts beim Festival am Maikotten. (Foto: sg)

Ein bisschen ruhiger Elektrosound, ein wenig sanfter Rock, dazu etwas Kleinkust und fertig ist ein entspanntes 3-Tage Festival. Diese Zutaten mischten die Veranstalter des Festivals “Auf weiter Flur” nun bereits zum zweiten Mal gekonnt zusammen. Ein wenig mehr Zutaten gehören natürlich schon dazu, damit sich die rund 1000 Besucher am Maikotten richtig wohlfühlen. Mit wahnsinnig viel Liebe zum Detail und einem wirklich guten Händchen für Dekoration verwandelten sie die Wiese neben Münsters beliebtem Ausflugslokal in einen kleinen Märchenwald.

Riesige Bierwagen mit Brauereilogo, Imbisswagen oder riesige Grillstände sucht man hier vergebens, die Gastronomie “versteckt” sich in selbstgebauten Holzhütten. Es gibt einen Kiosk, der all die Dinge verkauft, die auf Festivals gerne mal ausgehen, sogar frisches Bargeld kann man am Geldautomaten abheben. Auf der Wiese überall Paletten und Sitzmöglichkeiten, man machte es den Gästen gemütlich. Bei bestem Wetter nahmen diese das Angebot auch dankend an, Sonnenschein und angenehme Temperaturen an allen Tagen.

Das Programm gestaltete sich abwechslungsreich, auf 2 Bühnen und in 2 Zelten gaben sich die Künstler die Klinke in die Hand. Ein Bühne war dabei alleine der Kleinkunst vorbehalten, hier wurde “Poetry geslammt”, Gedichte vorgetragen oder Livehörspiele zelebriert, in den Zelten gab es meist Musik “aus der Konserve” und auf der Hauptbühne dann die große Action. Man hatte nicht das Gefühl, dass hier die einzelnen Acts oder Künstler gefeiert werden, es zählte wohl eher das Gesamterlebnis. Die Musik war nicht zu laut, es gab kein Gedränge vor den Bühnen, fast schon, als wolle man das Publikum nicht beim Erleben stören. Getanzt und gefeiert wurde dennoch, so gab es doch z. B. Samstag mit den Kölner Indie-Rockern von “Bergfilm” und dem Electro-Produzenten “Roosevelt” durchaus namhafte Künstler zu bestaunen.

Man bot den Gästen die Möglichkeit, sich das Festival quasi selbst zu gestalten. Sei es ein gemütlicher Kaffeeklatsch, ein Bierchen mit den Freunden oder auch einfach nur das Genießen der Musik oder Kunst, das alles auf die entspannteste Art. Ein schönes Fleckchen Flur, welches die Veranstalter dort erschaffen haben, bis zum nächsten Jahr.

Stephan Günther
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