Dritter bundesweiter Blitzmarathon der Polizei

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Per Lasermessung überprüfte die Polizei beim Blitzmarathon über 50.000 Fahrzeuge. (Foto: th)
Per Lasermessung überprüfte die Polizei beim Blitzmarathon über 50.000 Fahrzeuge. (Foto: th)

Unter dem Motto „Slow down Europe“ fand am Donnerstag der europaweit erste Blitzmarathon statt. Es ist im Land NRW die achte Blitzaktion, bei der die Polizei Münster die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit im Stadtgebiet und auf den Autobahnen überprüft. Die Standorte wurden durch Mehrfachnennung bestimmter Stellen von der Bevölkerung ausgewählt.

Bis Mitternacht stellte die Polizei für den Stadtbereich Münster 446 Verstöße bei 15.961 kontrollierten Fahrzeugen fest. „Im Stadtgebiet und auf den Autobahnen hielten sich die meisten Fahrzeugführer an die zulässige Höchstgeschwindigkeit“, so Einsatzleiter Udo Weiss am Mittag.

Ein Autofahrer hatte hatte es besonders eilig und fuhr am frühen Abend mit 88 km/h bei vorgeschriebenen 50 km/h über die Weseler Straße. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Mann gar keinen Führerschein hat.

Auf den Autobahnen im Münsterland überprüften die Beamten 34.798 Verkehrsteilnehmer und mussten 1136 Verstöße ahnden. Am auffälligsten war hier ein Fall auf der A1, bei dem ein Fahrer nahezu 70 km/h zu schnell durch eine Baustelle fuhr – was nicht nur die Gefahr des Kontrollverlusts angesichts beengter Fahrbahnen, sondern auch eine Gefährdung der Bauarbeiter bedeutete. Die zu erwartende Strafe fällt mit zwei Monaten Fahrverbot und knapp 500 € Bußgeld vergleichsweise milde aus. Insgesamt erwartet 15 Autofahrer ein Fahrverbot.

Einsatzleiter Udo Weiss kennt die Wirksamkeit von Blitzmarathons aus langjähriger Erfahrung. (Foto: th)
Einsatzleiter Udo Weiss kennt die Wirksamkeit von Blitzmarathons aus langjähriger Erfahrung. (Foto: th)

Häufig werde von Außenstehenden kritisiert, dass solche Einzelaktionen nichts bewirken würden und somit überflüssig wären. Hier nimmt Udo Weiss Kritikern den Wind aus den Segeln und weist auf wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit hin: „Man muss keine Einzelaktionen machen, sondern wir binden sie in ein Gesamtkonzept ein“, und erklärt, dass Kontrollen im Abstand von 5-6 Wochen sehr wohl übers ganze Jahr hinweg positive Auswirkungen zeigten.

Gut 50 Beamte waren allein in Münster und auf den zugehörigen Autobahnabschnitten bis Mitternacht im Einsatz, deutschlandweit waren es rund 13.000 Beamte an 7.000 Kontrollstellen.

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