Digitaler Sternsingerempfang beim Bischof Im 63. Jahr der Aktion Dreikönigssingen fand im Bistum Münster der Sternsingerempfang bei Bischof Felix Genn heute etwas anders statt

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Sternsingerinnen und Sternsinger aus der Pfarrei Liebfrauen/Überwasser brachten Bischof Felix Genn am 6. Januar den digitalen Segen. (Foto: BDKJ Münster)
Corona-konformer Sternsingerempfang: Jugendliche aus der Pfarrei Liebfrauen/ Überwasser brachten Bischof Felix Genn am 6. Januar den digitalen Segen. (Foto: BDKJ Münster)

Die Situation war anders als sonst, die Motivation dafür nicht weniger groß: Weil die Sternsingerinnen und Sternsinger aus der Pfarrei Liebfrauen/Überwasser den Segen aufgrund der Pandemie nicht an die Tür schreiben konnten, trafen sie sich am heutigen Dreikönigstag digital mit Bischof Felix. So sieht eben ein Sternsingerempfang im Jahr 2021 aus.

Nach der Begrüßung und einem musikalischen Einstieg durch ein Video des virtuellen Sternsinger-Chors, überbringen Elisabeth, Michael und Andreas den Segensspruch digital durchs Laptop-Mikro – traditionell in Krone und Sternsinger-Gewand. „In diesem Jahr verteilen wir Segenstüten, so wie Sie eine bekommen haben“, erklärt Michael dem Bischof, der selbstklebenden Segen, Infoflyer und Überweisungsträger auspackt. „Denn leider können wir Sie und die übrigen Bewohner rund um den Dom ja nicht besuchen!“

„Ich freue mich sehr über diesen Segen in so besonderen Zeiten“, so ein begeisterter Bischof Felix. „Die Situation ist keine leichte und deshalb ist es besonders wichtig, sich mit einer Spende solidarisch zu zeigen mit den Menschen, denen es noch viel schlechter geht als uns. Ich freue mich, dass wir uns hier heute treffen können und dass ihr die Aktion unterstützt – und sogar die Gewänder tragt!“ Und auch Susanne Deusch, Geistliche Leiterin des BDKJ Münster und Mitverantwortliche für die Aktion, dankte der Bischof: „So viel Einsatz, Kreativität und Einfallsreichtum – ich war mir sicher, dass ein Treffen trotz der Pandemie stattfinden wird!“

Corona-konformer Sternsingerempfang

Dass „ob“ war in den wenigsten Pfarreien im Bistum eine Frage, lediglich das „wie“ musste für diese Aktion etwas länger geplant werden. Und das hat gut funktioniert – und tut es noch: „Ich erlebe in den Pfarreien unheimlich viel Lust und Motivation die Aktion trotz der widrigen Umstände zu realisieren“, weiß Susanne Deusch zu berichten. Segenstüten, die Corona-konform an die Haushalte verteilt werden oder nach dem Gottesdienst ausliegen, sind nur eine Umsetzung. In der Pfarrei Liebfrauen/Überwasser werden außerdem Kreidesterne auf dem Boden hinterlassen, andere Pfarreien planen die Bewerbung der Aktion aus einem Bulli heraus oder mit einem Plakat, auf dem jedes Sternsingerkind zu sehen ist. Nur eine Frage hat der Bischof zum Ende dieses etwas anderen Empfangs noch: „Wo werde ich denn nun meine Süßigkeiten los?“

Die diesjährige 63. Aktion Dreikönigssingen steht unter dem Leitwort „Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit!“ Mit ihrem Motto weisen die Sternsingerinnen und Sternsinger gemeinsam mit den Trägern der Aktion – dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – auf die hohe Arbeitsmigration hin, als deren Folge viele Kinder emotionale und soziale Schäden davontragen.

Im vergangenen Jahr kamen bei der 62. Aktion Dreikönigssingen im Bistum Münster rund 3,6 Mio. Euro für notleidende Kinder in der ganzen Welt zusammen, bundesweit waren es rund 50 Mio. Euro.

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