Alte Wolbecker-Straßen-Brücke demontiert Die Bauarbeiten am Dortmund-Ems-Kanal sind einen sehr sichtbaren Schritt weiter

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Eine Spezialfirma aus den Niederlanden nahm die Wolbecker-Straßen-Brücke gestern Stück für Stück auseinander. Dahinter ist die neue Brücke zu sehen. (Foto: Ralf Clausen)
Eine Spezialfirma aus den Niederlanden nahm die Wolbecker-Straßen-Brücke gestern Stück für Stück auseinander. Dahinter ist die neue Brücke zu sehen. (Foto: Ralf Clausen)

Es geht sichtbar voran mit den Bauarbeiten an der Wolbecker-Straßen-Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal: seit Freitagabend wird schon die neue Brücke genutzt, um die alte zu umfahren. Und für die hat direkt anschließend der Rückbau begonnen. Spektakulär und immer wieder von Schaulustigen besucht, wurde sie gestern Stück für Stück auseinander genommen.

Eine Spezialfirma aus den Niederlanden führt den Abbau der Brücke durch, sie wird die Einzelteile über den Kanal zur Demontagefläche am Parallelhafen gegenüber der Feuerwache 2 transportieren. Die Wolbecker Straße kann so vorerst von allen Verkehrsteilnehmern ohne Einschränkungen weiter befahren werden. Nur das Abbiegen in die August-Schepers-Straße ist jetzt für längere Zeit nicht mehr möglich, sie ist bis zum Abschluss der Bauarbeiten nur noch über den Hansaring und die Schillerstraße erreichbar.

Damit Großmotorgüterschiffe und Schubverbände den Dortmund-Ems-Kanals befahren können, muss er breiter und tiefer werden und eine größere Durchfahrtshöhe erhalten. (Foto: Ralf Clausen)
Damit Großmotorgüterschiffe und Schubverbände den Dortmund-Ems-Kanals befahren können, muss er breiter und tiefer werden und eine größere Durchfahrtshöhe erhalten. (Foto: Ralf Clausen)

Nötig wurde der Abbau der alten Brücke aus dem Jahr 1957 wie auch der anderen Kanalbrücken im Stadtgebiet von Münster, weil dieser Abschnitt des Dortmund-Ems-Kanals (DEK) für Großmotorgüterschiffe und Schubverbände nicht ohne Einschränkungen passierbar ist, während sie die in Teilen bereits ausgebauten Ruhrgebietskanäle und den Mittellandkanal befahren können. Mit Abschluss der Baumaßnahmen in der Nähe von Lüdinghausen und Senden war die Stadtstrecke Münster einer der letzten noch nicht fertiggestellten Abschnitte auf der Südstrecke des DEK. “Ziel des Ausbaus ist es, die Wasserspiegelbreite auf 42 bis maximal 77 Meter zu erweitern, die Kanalsohle auf vier Meter zu vertiefen sowie die Durchfahrtshöhe um etwa einen Meter zu vergrößern, damit das letzte Nadelöhr für wirtschaftlichere Transporte beseitigt wird”, wie es in den Mitteilungen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) heißt.

Die gesamten Baumaßnahmen hängen allerdings inzwischen einige Jahre hinter dem ursprünglichen Plan hinterher. So war der Neubau der Wolbecker-Straßen-Brücke mal für Zeit von 2017 bis 2019 vorgesehen, wie es in der noch immer abrufbaren Broschüre von 2012 der WSV über den Ausbau der Stadtstrecke Münster zu lesen ist.

Als nächstes müssen nun die alten Widerlager zurückgebaut werden, auf denen die bisherige Brücke auflag. Dann werden neue Widerlager gebaut und passende Uferspundwände hergestellt. Darauf folgen Erd- und Straßenbauarbeiten auf den Brückenrampen, wobei auch die Eingangsbereiche der Häuser Wolbecker Straße 144 bis 148a neu gestaltet werden müssen. Und dann wird schließlich in der letzten Bauphase die neue Wolbecker-Straßen-Brücke für ungefähr sechs Wochen für alle Verkehrsteilnehmer gesperrt, damit sie in die endgültige Position verschoben werden kann. Das ist aber wohl erst für das kommende Jahr zu erwarten.

Mehr über den Ausbau der Stadtstrecke Münster vom Dortmund-Ems-Kanal findet ihr unter https://www.wsa-westdeutsche-kanaele.wsv.de/

 

Ralf Clausen

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