
Rund 1000 Menschen versammelten sich am Samstag Mittag vor dem Rathaus zu einem Flashmob gegen Fremdenfeindlichkeit.
Die Münsteranerin Sarah Schütte hatte per Facebook zur Aktion gegen Rechts eingeladen. Über das soziale Netzwerk gingen bis zuletzt Über 700 Zusagen sein. „Die Idee kam ganz spontan“, berichtet die 32-Jährige, „auf der Homepage der Initiative ‚Aktion Arschloch‚ wurde immer viel diskutiert, aber ich war ungeduldig, dass niemand Nägel mit Köpfen gemacht hat“. Kurzerhand entschied sich Schütte, ein klares Zeichen zu setzen und organisierte die Veranstaltung in Münsters Guter Stube.
Prompt zogen dann 20 weitere Städte nach: so finden heute um 17:00 Uhr Flashmobs unter anderem in Berlin, Köln, München und Leipzig statt. „Dass die Menschen in Münster für eine solche Aktion offen sind, ist für mich völlig klar gewesen“, erzählt die Initiatorin, „das haben wir schon bei den Anti-Pegida Demos gezeigt, als über 10.000 Leute auf der Straße waren.“ Um Punkt 12:00 Uhr wurde der Song „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten angestimmt.
Auch für Jennifer aus Münster war es Ehrensache, mitzumachen: „Ich wollte ein Zeichen gegen Fremdenhass setzen, gerade jetzt, wo viele Flüchtlinge in die Stadt kommen und unsere Hilfe und Unterstützung brauchen und keine Gegenwehr.“ Nach 5 Minuten war dann alles vorbei. Einmal mehr ist klar deutlich geworden: Rechts hat in Münster keinen Platz!
Die Aktion wäre auch mit jedem anderen Anti-Nazi-Song cool. Wenn es unser Lied sein soll, unterstützen wir das aber natürlich gern. Wir wollen an dieser Sache definitiv nichts verdienen und werden alle Einnahmen von „Schrei nach Liebe“ an Pro Asyl spenden. Wir wünschen allen Nazis und ihren Sympathisanten schlechte Unterhaltung. (Die Ärzte)
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(Video: Alessia Grabowski)
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