WWU Baskets machten es spannend Im ersten Saison-Heimspiel gab es einen Last-Minute-Sieg gegen Lok Bernau.

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Auch im ersten Saison-Heimspiel der neuen Spielrunde, konnte Kappenstein wieder jubeln! (Foto: Markus Holtrichter)
Auch im ersten Saison-Heimspiel der neuen Spielrunde, konnte Kappenstein wieder jubeln! (Foto: Markus Holtrichter)

Elektrisierende Spannung, siedende Emotionen, pure Leidenschaft – das 78:76 (39:47) der WWU Baskets bei der Saison-Heimpremiere gegen Lok Bernau lieferte im Grunde alles, was man sich von einem solchen Basketball-Event versprechen darf. Einen 14-Punkte-Rückstand drehten die Gastgeber mit Spielfilm-Timing, hauten ein Schlussviertel raus, das die Halle am Berg Fidel zur einer „Party-Hölle“ werden ließ. 2.075 begeisterte Zuschauer feierten mit. Münster ist mit zwei Siegen in die neue Saison gestartet. Am kommenden Wochenende (05.09.) wartet Itzehoe.

Die erste Halbzeit der WWU Baskets war geprägt von vielen Unsicherheiten, die die hoch talentierten Gäste aus Bernau mitunter gnadenlos ausnutzten. Zwar ging das erste Viertel noch mit 20:17 an das Team von Philipp Kappenstein. Der zweite Durchgang aber war dann eine klare Angelegenheit für die Lok. Dass Münster nicht komplett den Anschluss verlor, war unter anderem Kapitän Jan König zu verdanken, der bis zur Halbzeit bereits vier Mal aus der Distanz getroffen hatte.

Hoffnung und Ernüchterung

Nach einer Auszeit in der 23. Minute starteten die WWU Baskets erstmals durch. Malcolm Delpeche nagelte einen Korbleger von Till Hornscheidt förmlich ans Brett, schnappte sich den Rebound und leitete den Gegenangriff ein, den Jan König gewohnt treffsicher von jenseits der 6,75m versenkte. Auch Spielmacher Marck Coffin kam nun immer besser in die Partie, traf ebenfalls aus der Distanz. Nach dem 13:0-Run waren die Gastgeber wieder auf einen Zähler herangerückt.

Lok Bernau aber zeigte sich davon noch nicht beeindruckt. Routinier Alexander Blessig spielte seine Klasse aus, das Team von René Schilling hatte plötzlich wieder alles im Griff, konnte auch dieses Viertel noch für sich entscheiden.

Crunchtime fordert starke Nerven

Den WWU Baskets blieben nun noch 10 Minuten, um 10 Punkte Rückstand aufzuholen. Die wilde Fahrt startete mit einem Layup von Max Fouhy und einem Dreier von Marck Coffin. Zwar traf auch Alexander Blessig nochmal aus der Distanz. Er musste dann aber die letzten vier Minuten des Spiels mit Höchstfoulzahl auf der Bank verbringen.

Das Publikum hielt es längst nicht mehr auf den Sitzen, als Jan König Münster in der 38. Minute wieder hauchdünn in Führung brachte. Beim Stand von 77:76 hatten dann aber die Gäste den vermeintlich letzten Angriff des Spiels. Steal! Hellwach fängt Jan König den Ball ab, Alex Goolsby wird gefoult, darf an die Linie und versenkt einen Freiwurf. In den verbleibenden drei Sekunden brachten die Gäste nun keinen aussichtsreichen Wurf mehr zustande. Das Tollhaus am Berg Fidel war eröffnet!

Philipp Kappenstein zum Spiel:

“Die Emotionen sind unglaublich. Aber man muss auch die Kirche im Dorf lassen, es war erst der 2. Spieltag. Wir haben jetzt an den ersten beiden Spieltagen schon eine Menge erlebt, mit dem Auswärtsspiel in Stahnsdorf, ohne Marck und heute mit diesem Comeback-Sieg, wo das Spiel eigentlich zweimal weg ist.

Ich kann mich nur bei den Fans bedanken, die an uns geglaubt, uns unterstützt und nach vorne gepusht haben, das hat sicherlich letzte Energien freigesetzt und den Unterschied gemacht. Das hat vielleicht auch die jungen Spieler von Bernau ein bisschen beeindruckt, eine ganz tolle Truppe. Trotz vieler Abgänge werden sie wieder ganz oben dabei sein.

Uns hilft der Sieg, weiter zusammenzuwachsen, dass wir die neuen Leute integrieren, dass wir an uns glauben, weil wir sowohl in Stahnsdorf, als auch hier nun zwei Partien gedreht haben. Das gibt uns wieder mehr Zeit, an unseren Sachen zu arbeiten. Dass wir noch viel arbeiten müssen, haben wir drei Viertel lang gesehen, wo Bernau wirklich alles im Griff hatte. Wir haben aber auch gesehen, dass wir Rückstände innerhalb von 2 Minuten egalisieren können. Und das ist natürlich eine Qualität, die uns vielleicht dieses Jahr ausmachen wird, auch wenn ich mir natürlich mehr Konstanz in unserem Spiel wünsche.”

WWU Baskets: König, J. (21/6), Weß (7/1), König, A., Hänig (3), Del Hoyo (9/1), Baues (3), Coffin (15/3, 11 A.), Goolsby (10/1), Lüsebrink, Delpeche (8, 9 Reb., 3 BL), Fouhy (2).

Lok: Blessig (18/3), Kameric (7/1), Rapieque (3/1), Adekunle, Brennecke (12), Hornscheidt (3/1), Kovalev (7/1), Nikic (12), Rosenthal (3), Oppland (11).

Schiedsrichter: A. Laaser, C. Theis.

Zuschauer: 2.075

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