Wiederbelebungs-Training am Hightech-Simulator

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Dr. Stephan Esser (li.) und Dieter Possenriede am Simulator. (Foto: Raphaelsklinik)

Der Patient stöhnt und atmet schwer, sein Puls rast und die Pupillen reagieren kaum auf das Licht der Taschenlampe. Dann: keine Vitalzeichen mehr. Sofort leiten die Mitarbeiter der Raphaelsklinik Wiederbelebungsmaßnahmen ein.

Zum Glück ist der Patient nur eine Übungspuppe, eine der besten und realistischsten, die es auf dem Markt gibt. Sie atmet und spricht, hat einen Puls und ihre Pupillen reagieren auf Lichtreflexe. Für eine Woche ist der Simulator in der Raphaelsklink untergebracht, um Ärzte und Pflegepersonal in der Bewältigung von Krisensituationen zu trainieren.

Von einem Computer im Nebenraum werden dem Hightech-Gerät Anweisungen gegeben, deren Auswirkungen von den Übungsteilnehmern unter Kamerakontrolle richtig erkannt und bewältigt werden müssen. Nach der Übung werden die Aufzeichnungen gemeinsam ausgewertet, Fehler besprochen und bessere Vorgehensweisen erarbeitet. Besonders die erweiterte Herz-Lungen-Wiederbelebung steht hierbei im Mittelpunkt.

Geleitet wird die Fortbildung vom Oberarzt Dr. Stephan Esser (li.) sowie den Fachkrankenpflegern Ralf Epping und Dieter Possenriede (re.). Den Übungsteilnehmern wird dabei nichts geschenkt, vermeintliche Routineabläufe werden von plötzlich auftretenden Krisensituationen unterbrochen, komplexe Entscheidungen müssen getroffen werden, noch bevor alle Informationen vorliegen.

„Ein wichtiges Ziel ist die Verbesserung der Kommunikation und Organisation innerhalb des Teams unter schwierigen Bedingungen“, erläutert der Chefarzt der Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin, Dr. Norbert Mertes. Für den Mediziner ist die Fall-Simulation ein wichtiger Baustein, durch den die Patientensicherheit in der Raphaelsklinik gesteigert wird, da sowohl häufige als auch seltene Krankheitsbilder trainiert werden können.

Stephan Günther
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