Wie politisch ist die Justiz? Ex-Verfassungsrichterin Gabriele Britz hält am 12. Mai öffentlichen Vortrag über das Spannungsfeld zwischen Recht und Politik

Im Rahmen der Vortragsreihe „Münsterische Gespräche zum öffentlichen Recht“ referiert die Ex-Verfassungsrichterin Gabriele Britz am Juridicum der Uni Münster. (Foto: Michael Bührke)

Wie neutral kann Justiz überhaupt sein – und wie politisch darf ein Gericht handeln? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die ehemalige Bundesverfassungsrichterin Prof. Dr. Gabriele Britz in einem öffentlichen Vortrag in Münster.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 12. Mai, um 18 Uhr im Juridicum (J 3, Universitätsstraße 14–16) statt. Organisiert wird der Abend vom Kommunalwissenschaftlichen Institut der Universität Münster im Rahmen der Reihe „Münsterische Gespräche zum öffentlichen Recht“. Interessierte sind herzlich eingeladen.

In ihrem Vortrag geht Gabriele Britz der Frage nach, welche Rolle Gerichte in politischen Konflikten spielen. Denn oft müssen sie Streitigkeiten entscheiden, die stark von gesellschaftlichen und politischen Spannungen geprägt sind. Gleichzeitig beleuchtet sie die Grenzen richterlicher Entscheidungsfindung und zeigt auf, wo juristische Neutralität an ihre Grenzen stößt.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Bundesverfassungsgericht, das nicht nur als Gericht, sondern auch als Verfassungsorgan mit erheblicher politischer Wirkung agiert.

Gabriele Britz war von 2011 bis 2023 Richterin am Bundesverfassungsgericht. In dieser Zeit war sie unter anderem Berichterstatterin des viel beachteten Klimabeschlusses vom 24. März 2021. Heute lehrt sie öffentliches Recht mit Schwerpunkt Verfassungsrecht an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

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