Verkehrsversuche beginnen morgen Die Stadt verspricht: "Flotter Busfahren – Flotter Radfahren – Entspannter im Martiniviertel"

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Die Hörsterstraße ist bis Ende September vom Durchgangsverkehr befreit. (Foto: Stadt Münster / Ralf Emmerich)
Die Hörsterstraße ist bis Ende September vom Durchgangsverkehr befreit. (Foto: Stadt Münster / Ralf Emmerich)

Bei all den Baustellen und Veränderungen der letzten Wochen fühlen sich viele Autofahrer in Münster wohl schon lange als Teilnehmer in einem Versuchslabor. Drei tatsächlich als “Verkehrsversuche” für die Innenstadt angekündigte Experimente beginnen offiziell tatsächlich erst morgen. Von den Anwohnern wahrscheinlich am meisten begrüßt wird die Verkehrsberuhigung in der Hörsterstraße.

Wer in den letzten Tagen die Kommentare in den sozialen Medien verfolgt hat, weiß auch, welcher dieser Verkehrsversuche in Münsters Innenstadt besonders umstritten ist. Denn schon vor dem offiziellen Beginn am kommenden Montag (2. August) wurden die Vorbereitungen für die durchgehende Busspur von der Weseler Straße bzw. Moltkestraße bis zum Landeshaus am Freiherr-vom-Stein-Platz abgeschlossen. Dabei sorgte vor allem auf der Eisenbahnstraße der Wegfall einer PKW-Fahrspur zugunsten der Busse für Staus und Ärger. Mit der Maßnahme soll natürlich der ÖPNV beschleunigt werden, und laut Pressemitteilung der Stadt bestätigen erste Beobachtungen, dass der Bus-Verkehr gut fließt.

Ganz ausgesperrt werden aus der Hörsterstraße nicht nur Autos, sondern auch Busse und alle motorisierten Fahrzeuge. Die müssen das Martiniviertel ab morgen umfahren, damit Fußgängerinnen und Fußgänger mehr Platz haben. Für die bietet die Hörsterstraße laut Pressemeldung in den Wochen bis Ende September “viele unterschiedliche Möglichkeiten, die veränderten Aufenthaltsmöglichkeiten zu testen: weniger Verkehr, dafür mehr Raum für Erholung, Begrünung, Außengastronomie und den Fahrradrikscha-Shuttle”.

Auf der Promenade hingegen soll der Radverkehr noch flüssiger unterwegs sein. Am Neubrückentor wird die Vorfahrtregelung zugunsten der Radfahrer geändert, damit sie von der Salzstraße bis zum Kreuztor ohne Halt auf der Promenade fahren können. Laut Meldung der Stadt laufen die Umbauarbeiten auf Hochtouren: “Falls sie am 2. August noch nicht endgültig abgeschlossen sein sollten – das Wetter hält sich nicht immer an Bauzeitpläne -, gilt weiterhin die bekannte Vorfahrtsregel.”

Mehr Informationen zu den Verkehrsversuchen sind im Internet zu finden unter: www.stadt-muenster.de/rathaus/verkehrsversuche-innenstadt

 

 

Ralf Clausen

3 Kommentare

  1. Da sich ja in der Regel nur negative Stimmen zu dem Verkehrsexperiment melden, sollte auch beachtet werden, dass sich viele der positiv eingestellten Personen vermutlich nicht äußern und so ein verzerrtes Meinungsbild wahrgenommen wird. Ich persönlich finde den Versuch gut, da es mehr zu gewinnen als zu verlieren gibt. Und wenn sich hierdurch unüberwindbare Nachteile ergeben, dann sollte das dieser Versuch auch zeigen können.

  2. Ach so, die Hörsterstraße wird ja auch gesperrt. Dann hoffe ich, dass die Ampel auch gleich stillgelegt wird und ziehe meinen obigen Kommentar zurück.

  3. “Am Neubrückentor wird die Vorfahrtregelung zugunsten der Radfahrer geändert, damit sie von der Salzstraße bis zum Kreuztor ohne Halt auf der Promenade fahren können.”

    Aber nur wenn die Ampel an der Hörsterstraße grün ist, und das ist meistens nicht der Fall. Also entweder ein Versehen oder eine glatte Lüge vom Presseamt, je nach Betrachtungsweise. :-)

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