Unwetter fordert ersten Toten – über 1000 Notrufe eingegangen

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(Archivbild: th)
Die Feuerwehr hat um Amtshilfe aus dem Umland gebeten. (Archivbild: th)

Im Stadtgebiet herrscht seit 16:00 Uhr eine Extremwetterlage mit Sturm und enormen Niederschlägen. Die Feuerwehr hat aufgrund der Vielzahl der Notrufe den Ausnahmezustand erklärt. Eine Person ist ertrunken, eine Person wurde schwer verletzt, eine Person konnte von der Feuerwehr gerettet werden.

Seit ca. 16 Uhr haben die Leitstelle der Feuerwehr über 1.000 Notrufe erreicht. Die Feuerwehr geht davon aus, dass es darüber hinaus auch viele Anrufversuche gegeben hat, die nicht zur Leitstelle vorgedrungen sind, da die 16 Notrufleitungen der Feuerwehr völlig überlastet waren.

Die Leitstelle der Feuerwehr hat Vollalarm für die Feuerwehr Münster ausgelöst, d.h. alle 3 Löschzüge der Berufsfeuerwehr und alle 20 Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Münster sind im Einsatz. Es wurde über die Bezirksregierung Münster überörtliche Hilfe angefordert. Mehrere Feuerwehreinheiten aus den Kreisen Coesfeld und  Warendorf sind in Münster im Einsatz. Das Technische Hilfswerk (THW) unterstützt mit schwerem Gerät. Alle vier Sanitätsorganisationen (DRK, JUH, MHD und ASB) sind im Einsatz und haben die Notfallrettung im Stadtgebiet weitgehend übernommen, um die Feuerwehr zu entlasten.

Aus dem Kreis Warendorf wurden weitere Sanitätskräfte angefordert, da vorübergehend befürchtet werden musste, dass Teile eines Krankenhauses wegen Überflutungen evakuiert werden müssen. Durch einen massiven Einsatz von Pumpen konnte dies verhindert werden.

Einsatzschwerpunkte waren gleich zu Beginn des Unwetters ein Unfall auf der Annette-Allee am Aasee, wo ein großer Ast auf ein stehendes Auto gestürzt ist und dadurch eine Frau im PKW schwer verletzt wurde. Im weiten Verlauf des Abends wurden der Feuerwehr an mehreren Stellen im Stadtgebiet Notlagen gemeldet, bei denen Personen in überfluteten Kellergeschossen vermisst wurden und ihr Ertrinken befürchtet werden musste. In zwei Fällen bestätigte sich diese Notlage. In einem Fall konnten Taucher der Feuerwehr eine männliche Person nur noch tot bergen, in einem anderen Fall konnte eine Person lebend gerettet werden.

Aktuell arbeiten ca. 700 Einsatzkräfte der Feuerwehr und ca. 100 Helfer des Technischen  Hilfswerks die über 1.000 Einsatzstellen ab.

 

 

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