UKM eröffnet neue Palliativstation Interdisziplinäres Team versorgt bis zu neun Patienten / Renovierte Station im Zentralklinikum

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Das umgestaltete Rondell im Zentrum der neuen Palliativstation. (Foto: UKM / Wibberg)
Das umgestaltete Rondell im Zentrum der neuen Palliativstation. (Foto: UKM / Wibberg)

Ein umgestaltetes Rondell im Zentrum der Station, aufgefrischte Zimmer und ein moderner Aufenthaltsbereich – auf der neuen Palliativstation des UKM versorgt das multiprofessionelle Team Patienten mit einer unheilbaren, fortgeschrittenen Erkrankung, die in einer komplexen klinischen Situation nicht ambulant behandelt werden können.

„Viele unserer Palliativpatienten erwarten gerade in dieser Phase eine Fortführung der qualitativ hochwertigen, universitären Versorgung und wollen alle Therapiemöglichkeiten ausschöpfen“, so Prof. Philipp Lenz, Ärztlicher Leiter der Palliativmedizin am UKM. „Wir versorgen Palliativpatienten bereits seit sehr vielen Jahren, allerdings nicht auf einer zentralen Station. Auf der neuen Palliativstation können wir uns in einem abgetrennten, geschützten Bereich gezielter auf die medizinische Versorgung und die Bedürfnisse dieser besonderen Patienten konzentrieren.“

Die neuen Räumlichkeiten im Westturm des Zentralklinikums wurden von der UKM Infrastruktur Management GmbH in wenigen Monaten vollständig renoviert. Außerdem wurden ein Therapieraum für Musik- und Physiotherapie sowie ein spezieller Team-Raum eingerichtet. Letzterer verfügt über eine telemedizinische Ausstattung und hat insbesondere in der Palliativmedizin eine große Bedeutung: „Palliativmedizin lebt von einem intensiven Austausch und einer funktionierenden Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Disziplinen“, so Prof. Lenz. „Dazu gehören ein breites Spektrum an ärztlichem und pflegerischem Personal, aber natürlich auch Sozialarbeiter, Psychologen oder Physiotherapeuten.“ Die neue Station ermöglicht dem hochspezialisierten Team die Versorgung von bis zu neun Patienten in einer optimalen Umgebung. Ziel der Versorgung ist es, den Patienten im Anschluss in das häusliche Umfeld – angebunden an ein ambulantes Palliativnetzwerk – oder in ein Hospiz zu verlegen.

Bessere Bedingungen für Palliativ-Patienten: Prof. Philipp Lenz, Ärztlicher Leiter der Palliativmedizin am UKM. (Foto: UKM / Wibberg)
Bessere Bedingungen für Palliativ-Patienten: Prof. Philipp Lenz, Ärztlicher Leiter der Palliativmedizin am UKM. (Foto: UKM / Wibberg)

Die Einrichtung der neuen Palliativstation ist Teil der Zertifizierung des WTZ Netzwerkpartners Münster als onkologisches Zentrum der Deutschen Krebshilfe. „Ein Großteil der versorgten, palliativmedizinischen Patienten leidet an einer Krebserkrankung. Für uns als onkologisches Zentrum hat die Palliativmedizin einen hohen Stellenwert“, so Prof. Hugo Van Aken, Ärztlicher Direktor des UKM. „Palliativmedizin ist mehr als nur Sterbebegleitung. Wir als Maximalversorger halten – vergleichbar mit einer Intensivstation in der Inneren Medizin oder einer Stroke Unit in der Neurologie – ein vielfältiges Spektrum an hochspezifischen Interventionsmöglichkeiten vor – und können unsere Palliativpatienten zu jeder Zeit ganz individuell versorgen.“

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