Tierische Unterstützung in der Kita Beim DRK kommen Kinder und demente Senioren über Assistenzhunde zueinander

Kita-Kind mit Senioren. (Foto: DRK / Heckmann)
Kita-Kind mit Senioren. (Foto: DRK / Heckmann)

Für ein gemeinsames Projekt der Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz und der Kita Erphobogen hat sich das DRK tierische Unterstützung geholt. Die Assistenzhundeschule HUMANI aus Ibbenbüren kooperiert im Rahmen der tiergestützten sozialen Arbeit mit dem Roten Kreuz. „Dieses besondere Angebot werden wir im kommenden Jahr fortsetzen, dazu tragen auch die Erlöse aus dem traditionellen Weihnachtsbasar bei“, freut sich das DRK-Verstandsmitglied Gudrun Sturm.

„Unser Therapiehund Mika hat die Kinder und Senioren auf besondere Weise zusammengebracht. Der Kontakt mit dem Hund spricht Menschen – unabhängig vom Alter – besonders in der Emotionalität, Entspannung und im Sozialverhalten an. Tiere vermitteln Menschen bedingungslose Akzeptanz, Vertrautheit und Sicherheit“, erklärt Hundetrainerin Christine Löbke.

Die Mitarbeiterinnen aus der Kita und der Wohngemeinschaft beobachten, wie die Kinder und Senioren mit jedem Angebot offener aufeinander zugehen und eine Selbstverständlichkeit für die unterschiedlichen Bedürfnisse in der Gruppe entwickeln. „Die tiergestützten Angebote schaffen eine wertvolle Basis für die Weiterentwicklung der intergenerativen Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Einrichtungen“, so Kita-Leiterin Iris Brauer. Die Kindertageseinrichtung Erphobogen und die Wohngemeinschaft liegen in unmittelbarer Nähe zueinander am Bohlweg im Erphoviertel von Münster.

An dem regelmäßigen Angebot nehmen meistens acht Kinder und bis zu zwölf ältere Menschen teil. Mika begrüßt alle Kita-Kinder mit einer spielerischen Aktion in der Turnhalle. Vorab bespricht Christine Löbke mit den Kindern Regeln, wie sie mit dem Hund umgehen sollen. „Zur Aufklärung gehört auch, dass die Kinder über das Verhalten des Hundes und seine Hundesprache informiert sind“, so Löbke weiter. Im Anschluss gehen die Kinder mit Mika in die räumlich angrenzende Wohngemeinschaft und besuchen dort die Senioren. „Es ist toll zu sehen, wie die älteren Menschen auf den Hund und die Kinder reagieren und ihre Freude daran haben“, berichtet Katja Tükker, Teamleiterin der DRK-Wohngemeinschaft.

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