Task-Force soll Münster sauber halten Verstärkte Kontrollen gegen illegale Müllentsorgung in Schwerpunkt-Gebieten / Pilotprojekt in der Schleife in Kinderhaus

Seit der Einführung des Mängelmelders im August 2023 hat die Zahl der Hinweise auf illegale Abfallablagerungen wie diese in der Schleife in Kinderhaus deutlich zugenommen – auf rund 2.660 im vergangenen Jahr. Hinzu kommen Meldungen per E-Mail und durch den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD). (Foto: awm)
Seit der Einführung des Mängelmelders im August 2023 hat die Zahl der Hinweise auf illegale Abfallablagerungen wie diese in der Schleife in Kinderhaus deutlich zugenommen – auf rund 2.660 im vergangenen Jahr. Hinzu kommen Meldungen per E-Mail und durch den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD). (Foto: awm)

Die Stadt Münster verschärft ihren Kampf gegen illegale Müllentsorgung. In besonders betroffenen Stadtteilen soll künftig eine neue „Task-Force Müll“ gezielt gegen wilde Ablagerungen vorgehen. Starten soll das Pilotprojekt zunächst in Kinderhaus – genauer gesagt im Bereich der sogenannten Schleife rund um die Brüningheide und die Josef-Beckmann-Straße. Das hat der Hauptausschuss jetzt beschlossen.

Im Durchschnitt werden in Münster täglich rund sieben Fälle illegal entsorgten Mülls über den Mängelmelder gemeldet. Immer wieder landen alte Matratzen, Elektrogeräte oder anderer Sperrmüll einfach auf Gehwegen, Grünflächen oder in Gebüschen.

Mit der neuen „Task-Force“ will die Stadt ihre bisherigen Maßnahmen stärker bündeln und zeitweise auf einzelne Problemgebiete konzentrieren. Mitarbeitende der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (awm) sowie des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) sollen dort häufiger kontrollieren und schneller auf wilde Müllablagerungen reagieren können.

Auch das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit wird Teil der neuen Einheit. Die Beseitigung von Müll aus öffentlichen Grünanlagen gehört dort bereits zu den zentralen Aufgaben.

Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren

Damit die Maßnahmen vor Ort besser abgestimmt werden können, sollen auch Akteure aus den jeweiligen Stadtteilen eingebunden werden. Neben den Bezirksvertretungen betrifft das insbesondere Wohnungsgesellschaften, die für Ordnung und Sauberkeit auf ihren Flächen verantwortlich sind.

Die Stadt setzt zudem verstärkt auf die Ahndung illegaler Müllentsorgung. Mitarbeitende der awm suchen schon heute vor der Beseitigung von Abfällen gezielt nach Hinweisen auf mögliche Verursacher.

Im vergangenen Jahr leitete die Stadt 158 Bußgeldverfahren ein – 40 mehr als im Vorjahr. Um den Druck weiter zu erhöhen, sollen zwei bisher für die Kontrolle von Bioabfällen vorgesehene Stellen testweise in Projektstellen für sogenannte „Müll-Hotspots“ umgewandelt werden.

Parallel zum Pilotprojekt in Kinderhaus will die Verwaltung eine Liste weiterer Quartiere erstellen, in denen künftig ähnliche Schwerpunkteinsätze stattfinden sollen.

Kampagne für mehr Stadtsauberkeit

Neben zusätzlichen Kontrollen setzt die Stadt weiterhin auf Aufklärung. Unter dem Motto „Ernsthaft?“ informiert eine Kampagne der awm über die richtige Entsorgung von Abfällen. Viele Dinge könnten kostenlos auf einem der elf Recyclinghöfe in Münster abgegeben werden.

Die Kampagne ist Teil weiterer Maßnahmen für mehr Stadtsauberkeit. Dazu zählt auch die gemeinsame Aktion von Ordnungsamt und awm zur Entsorgung von Schrotträdern über die Sperrgutabfuhr.

Unterstützung bekommt die Stadt dabei auch von vielen Bürgern. Ob bei der Frühjahrsputzaktion „Sauberes Münster“ mit zuletzt rund 16.000 Teilnehmern oder durch ehrenamtliche Sauberkeitspatenschaften – das Engagement für eine saubere Stadt bleibt groß.

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