
Heute endet die vom Künstler Thomas Nufer ausgerufene „Woche der Freundlichkeit“, die Münster zur „Hauptstadt der Freundlichkeit“ machen will und an der sich viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt beteiligt haben. Los ging es am Montag mit dem Polizeipräsidenten Hajo Kulisch, der gegen Spenden für den Kinderhospizdienst Königskinder vielen Passanten vor der Lambertikirche die Schuhe putzte, und mit dem Verteilen von Schonbzügen für Fahrradsättel mit der hübschen Aufschrift: „Sei kein Arsch, sei freundlich!“. Am Mittwoch boten Schüler des Schillergymnasiums an, „Ihre unerledigten Dankes-, Liebes- und Verzeihensbriefe in Echtzeit“ zu schreiben. Und gestern verwandelten Tänzer der Tanzschule Husemeyer den Innenhof der Raphaelsklinik in einen Tanzsaal, um sich so bei den Klinikmitarbeitern zu bedanken.
Beim Blick aus den Patientenzimmern in den Innenhof der Raphaelsklinik bot sich am Samstag den Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern ein ungewohntes Bild: knapp 20 Tänzerinnen und Tänzer der Tanzschule Husemeyer drehten unter der Anleitung der Tanzlehrerin Karin Bruch dynamisch ihre Runden. Die Aktion des Künstlers Thomas Nufer sollte ein Dankeschön an die Klinikmitarbeiter sein, die sich jeden Tag um die ihnen anvertrauten Patienten kümmern. „Normalerweise werden die Pfleger, die Ärzte und die Assistenten gar nicht wahrgenommen, weil die immer im Hintergrund arbeiten. In der Woche der Freundlichkeit sollen auch die einmal wahrgenommen werden und denen schenken wir diesen außergewöhnlichen Tanz“, erklärt Nufer.

Neben den Mitarbeitern der Raphaelsklinik hatten auch viele Patienten Spaß an der Abwechslung vom Klinikalltag. In einigen Zimmern haben die Gesundheits- und Krankenpfleger die Patientenbetten extra etwas näher an die Fenster geschoben, damit die bettlägerigen Patienten einen Blick auf die Tanzgruppe werfen konnten. Die Aktion war Teil der „Woche der Freundlichkeit“, mit der Thomas Nufer Münster zur Hauptstadt der Freundlichkeit machen möchte. Hintergrund ist die aus seiner Sicht stetig zunehmende Unfreundlichkeit im täglichen Umgang miteinander, die durch den hohen Erwartungsdruck im Alltag aber auch durch die allgegenwärtigen Smartphones ausgelöst wird. Den Klinikmitarbeitern hat die Aktion gefallen und auch Karin Bruch von der Tanzschule Husemeyer ist begeistert: „Das können wir gerne öfter machen!“.
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