SCP: Vorgaben für zukünftige Heimspiele Begrenzung der Zuschauerzahl auf unter 5.000 / Nur noch personalisierter Vorverkauf / Maskenpflicht im gesamten Stadion

Auch in der Regionalliga dürfen wieder Zuschauer ins Preußenstadion. Allerdings weniger als 5.000, dazu gilt Maskenpflicht im gesamten Stadion. (Archivbild: Carsten Pöhler)
Auch in der Regionalliga dürfen wieder Zuschauer ins Preußenstadion. Allerdings weniger als 5.000, dazu gilt Maskenpflicht im gesamten Stadion. (Archivbild: Carsten Pöhler)

Am Dienstag haben sich Vertreter des städtischen Gesundheitsamtes und des Ordnungsamtes mit dem SC Preußen Münster (SCP) über die Vorgaben für die anstehenden Heimspiele abgestimmt. Dabei wurden klare Regeln aufgestellt: weniger als 5.000 Zuschauer, Stehplätze nur zu maximal 30 % ausgelastet, nur noch personalisierter Vorverkauf und Maskenpflicht im gesamten Stadion.

Bei dem Gespräch zwischen Behörden und Verein wurden auch kritische Szenen – insbesondere die langen Schlangen an der Hammer Straße und die teilweise Nichteinhaltung der Maskenpflicht beim Pokalspiel gegen Wolfsburg – „offen und selbstkritisch angesprochen“, wie es in der Pressemitteilung des SCP heißt. Den Vorschlägen des Sportclubs, wie die Situation in Zukunft nachhaltig verbessert werden kann, stimmten die Behörden dabei zu, verbanden das aber mit einer deutlichen Warnung.

Für die Heimspiele gegen Aachen, Werl Aspe (Westfalenpokal), Lotte und Rödinghausen dürfen weniger als  5.000 Zuschauer ins Stadion. Die Stehplatzbereiche sollen dadurch zu maximal 30 Prozent ausgelastet, aber auch die Situation beim Einlass entzerrt werden. Denn innerhalb der Inzidenzstufe 1 entfällt laut geltender Corona-Schutzverordnung der 3G-Nachweis, solange die Zuschauerzahl unter der 5.000er-Marke bleibt. Die Kontaktnachverfolgung soll ab sofort über einen rein personalisierten Ticketverkauf sichergestellt werden, das zeitraubende Ausfüllen vor Ort entfällt dann.

Nur noch personalisierter Vorverkauf

Pro Person können maximal zwei Tickets für die Haupttribüne oder einen der Stehplatzblöcke erworben werden. Es muss dabei nicht nur der eigene Name, sondern auch der Name der Begleitperson inklusive Kontaktdaten angegeben werden. Zutritt zum Stadion erhält nur, wer sich dort mit einem gültigen Dokument ausweisen kann. Die Tickets sind ausschließlich im Vorverkauf im Online-Ticketshop und in den Fanshops am Fiffi-Gerritzen-Weg 1 und in den Münster Arkaden erhältlich, die Tageskassen öffnen vorerst nicht mehr. Am Spieltag werden am Haupteingang Clearing-Stellen eingerichtet, um im Krankheitsfall oder anderen triftigen Gründen Tickets auf eine dritte Person zu übertragen.

Durchgehende Maskenpflicht im gesamten Stadion

Im gesamten Stadion, in allen Außenbereichen, allen Zuwegungen und eventuell auftretenden Wartebereichen gilt eine durchgehende Maskenpflicht. Diese sei wegen der besonderen Stehplatzsituation unumgänglich. Nur zum Einnehmen von Speisen und Getränken darf die Maske abgenommen werden, wobei Personenansammlungen an den Versorgungsständen unbedingt vermieden werden müssen. Um alle Stadionbesucher gleich zu behandeln, gilt die Maskenpflicht auch auf der Haupttribüne. Der SCP appelliert dabei ausdrücklich an die Vernunft und Solidarität aller Zuschauer. Denn die zuständigen Behörden, die ebenfalls vor Ort sein werden, haben beim gestrigen Gespräch unmissverständlich klargemacht, dass bei Zuwiderhandlungen gegen die angeordnete Maskenpflicht die Beteiligung von Zuschauern bei zukünftigen Spielen untersagt werden könne.

Erhöhter Personaleinsatz bei Heimspielen

Der SC Preußen Münster wird die Zahl der eingesetzten Ordnungskräfte deutlich erhöhen, um die Maskenpflicht und die Einhaltung der Mindestabstände durchzusetzen. Zuschauer, die sich nicht an die vorgegebenen (und unumgänglichen) Regeln halten, werden des Stadions verwiesen: „Wer sich von vornherein nicht an die Spielregeln halten möchte, die dem Gesundheitsschutz aller am Spieltag beteiligten Personen dienen, bitten wir darum, vorerst keine Heimspiele zu besuchen, da die Konsequenz wäre, dass wir wieder vor leeren Rängen spielen müssen und damit vor allem die Mannschaft und die überwältigende Mehrheit der einsichtigen Preußenfans bestraft würden“, heißt es geradzu flehend in der Mitteilung des SCP.

Stadionöffnung und Stadionzugang

Das Stadion öffnet bis auf weiteres bereits 120 Minuten vor Spielbeginn, um die Einlasssituation weiter zu entlasten. Inhaber einer Stehplatzkarte für die Blöcke K, L, M, N und O sollen auch zukünftig den Haupteingang (mit insgesamt sieben Stadionzugängen) an der Hammer Straße nutzen, Inhaber einer Sitzplatzkarte für die Blöcke A und B die Zuwegung am Kunstrasenplatz. Die VIP-Plätze und die Blöcke E und F nutzen den Zugang an der Sporthalle Berg Fidel. Den Gästen aus Aachen stellt der SC Preußen Münster für das Spiel am Samstag (14.08., Anpfiff 14:00 Uhr) maximal 400 personalisierte Tickets für die Gästeblöcke I und J zur Verfügung.

Und wie geht es weiter beim DFB-Pokal?

Wie wohl alle Preußen-Fans erwarten haben, bekommt das am Sonntag in der Verlängerung verlorene Pokalspiel gegen den Bundesligisten VfL Wolfsburg doch noch ein Nachspiel. Nach einigem Zögern legte der SCP beim Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Montagnachmittag Einspruch gegen die Wertung ein, da Wolfsburgs neuer Trainer Mark van Bommel beim Stand von 1:1 einen irregulären sechsten Wechsel vorgenommen und damit gegen die aktuellen DFB-Regularien verstoßen hat.

Der SC Preußen Münster hatte eine herausragende Leistung gezeigt und führte bis zur 90. Minute mit 1:0 gegen den Vorjahresvierten der Bundesliga. Erst in letzter Minute der regulären Spielzeit retteten sich die Wölfe durch einen Treffer von Josip Brekalo in die Verlängerung. Dort unterlief den Gästen der folgenschwere Wechselfehler, als Sebastiaan Bornauw und Admir Mehmedi quasi zeitgleich für Maxence Lacroix und Maximilian Philipp auf das Feld kamen. Es waren die Wechsel fünf und sechs. Ausgerechnet Bornauw bereitete wiederum Sekunden später durch eine Kopfballverlängerung in der 103. Minute die erste Führung der Wolfsburger in dieser Partie vor. Die Durchführungsbestimmungen zur DFB-Spielordnung sind in Sachen Auswechslungen im DFB-Pokal in der laufenden Saison 2021/22 allerdings eindeutig. In § 31 Nr. 3.a heißt es: „Während des Spiels dürfen fünf Spieler ausgetauscht werden. Eine darüber hinaus gehende zusätzliche Auswechslung bei Spielen mit Verlängerung ist nicht zulässig.“

„Wir haben einem hoch favorisierten Champions League-Teilnehmer in einem packenden und leidenschaftlich geführten Pokalspiel die Stirn geboten und den VfL Wolfsburg mit der Unterstützung unserer Fans in die Verlängerung gezwungen. Mit dem unzulässigen Wechsel hat unser Gast das Spiel dann aber zu unseren Ungunsten entscheidend beeinflusst. Nun stehen wir in der Verantwortung denen gegenüber, die diesen Club, der wie viele andere auch vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen steht, unterstützen und ihm die Treue halten“, begründet Sportdirektor Peter Niemeyer die getroffene Entscheidung.

Aktuelle Infos findet ihr auch auf der Homepage des SCP: scpreussen-muenster.de

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