Schwerer Unfall auf der A1: Vollsperrung aufgehoben (Update)

Der Verkehr in Richtung Dortmund staut sich auf der A1. (Symbolbild: CC0)

(3.4., 16:33 Uhr | so) Kurz nach dem Rasthof Münsterland kam es auf der A1 in Fahrtrichtung Dortmund zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen zwei LKW. (Updates unten im Text)

Aus bisher ungeklärter Ursache ist ein mit Titandioxid beladener LKW in ein stehendes Fahrzeug der Autobahnmeisterei gefahren. Bei diesem folgeschweren Unfall wurden der Fahrer des auffahrenden LKW sowie der zur Absicherung der Arbeiten stehende LKW Fahrer schwer verletzt. Die beiden betroffenen Fahrer wurden noch vor Ort notärztlich versorgt, transportfähig gemacht und anschließend durch den Rettungsdienst in zwei unterschiedliche Krankenhäuser mit Traumazentrum eingeliefert.

Durch die Energie des Aufpralls wurde der Anhänger der Autobahnmeisterei vom Zugfahrzeug abgerissen und unter dem auffahrenden Silo Zug begraben. Beide LKW blieben deformiert über alle drei Fahrspuren auf der Seite liegen. Die verunfallten LKW haben bei diesem Unfall in erheblichen Maß Betriebsstoffe verloren, die durch die Feuerwehr mit Bindemittel ab gestreut wurden. Da es auf der Gegenspur zu Beinahe Unfällen durch Gaffer kam, wurden für die Zeit der Rettungs- und Bergearbeiten durch die Autobahnmeisterei Sichtschutzwände aufgestellt.

Da die Bergungsarbeiten sich sehr aufwändig gestalten, werden die Arbeiten vermutlich noch bis in die Abendstunden andauern. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden.

Die Feuerwehr Münster war mit 11 Fahrzeugen und 33 Einsatzkräften des Löschzuges Roxel, dem Rettungsdienst der Stadt Münster sowie der Berufsfeuerwehr vor Ort.

UPDATE (21:00 Uhr| sg):

Durch die weiterhin andauernden Aufräum- und Bergungsarbeiten, staut sich der Verkehr auf der A1 immer noch auf vielen Kilometern. Die Sperrung der A1 (ab Höhe Rasthof Münsterland West in Richtung Dortmund) wird noch bis in die Morgenstunden, um ca. 5 Uhr andauern. Aktuell werden ca. 2000 Personen im Stau durch die Hilfsorganisationen und das THW betreut.

UPDATE (4.4., 5:08 Uhr | th):

Die Vollsperrung dauert an. Zur Versorgung der im Stau stehenden Verkehrsteilnehmer wurden die Hilfsorganisationen alarmiert, die etwa 600 Personen mit Getränken versorgten. Die Aufräumarbeiten dauern zur Zeit noch an. Die Unfallfahrzeuge konnten bis 4:00 Uhr geborgen werden und eine Firma hat mit den Reinigungsarbeiten auf der Fahrbahn begonnen. Nach einer vorsichtigen Prognose werden diese bis mindestens 6:00 Uhr andauern und erneut Behinderungen des Berufsverkehrs verursachen.

UPDATE (4.4., 6:15 Uhr | th):

Die Polizei hat die Vollsperrung in Richtung Dortmund aufgehoben. Der Verkehr rollt einspurig über den betroffenen Teil der Autobahn. Dennoch ist mit Behinderungen im Berufsverkehr zu rechnen, auch auf den Ausweichstrecken innerhalb der Stadt.

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