Schwedischer Beinahe-Arzt ist Münster-Fan

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Dekan Prof. Mathias Herrmann (re.) überreichte Rune Christiansen als Erinnerung eine Tasse der Fakultät. Auch Dr. Thomas Bauer vom Alumni-Verein medAlum (li.) und Philipp Sölken freuten sich über dessen Besuch (Foto: FZ/Deiters)

Nach 35 Jahren ist er doch noch am Ziel. Beinahe-Absolvent der Medizinischen Fakultät Münster und Krankentransport-Unternehmer aus Schweden, Rune Christiansen, war zu Gast in seiner alten Heimat, in der er in den 80er Jahren Medizin studieren wollte. 

„Godmorgen, herre Christiansen! Hur står det till med dig?“ Auf Schwedisch begrüßte Dekan Prof. Matthias Herrmann den wahrscheinlich größten „Fan“ der Medizinischen Fakultät Münster. Obwohl Rune Christiansen Norweger ist, freute er sich sichtlich über die vertrauten skandinavischen Klänge. Im November kam der „Beinahe-Absolvent“ zu Besuch in die Stadt, in der er in den 1980er Jahren unbedingt Medizin studieren wollte. Auch wenn das aufgrund der Sparpolitik seines Heimatlandes nie klappte: Der heute 60-Jährige hält der Westfalenmetropole seitdem eisern die Treue.

Von Beginn an stimmte die Chemie zwischen Prof. Matthias Herrmann und Rune Christiansen, Krankentransport-Unternehmer aus dem Städtchen Sandnes. Auch der Dekan schwärmt für die atemberaubende Landschaft Skandinaviens, die er in seiner Jugend des Öfteren bereiste. Da diese Urlaube längere Zeit zurückliegen und seine Schwedischkenntnisse „etwas eingerostet“ seien, bat Prof. Herrmann den weitgereisten Gast, das Gespräch auf Englisch fortsetzen zu können. Inhalt waren vor allem die – letztlich vergeblichen – Versuche Christiansens, trotz bürokratischer Hürden doch noch in Münster studieren zu können.

Fasziniert von einer solchen „treuen Freundschaft“ zur Stadt und zur Universität bekräftigte Herrmann die Bedeutung länderübergreifender Verbindungen – und überreichte Rune Christiansen ein weiteres Souvenir für seine Münster-Sammlung: Zukünftig kann der Norweger seinen Morgentee aus einer Tasse mit dem Fakultätslogo genießen. Den restlichen Tag hatte der „Beinahe-Absolvent“ noch Zeit für touristische Ziele in Münster; am nächsten Morgen ging es jedoch schon in aller Frühe zurück nach Stavanger, Norwegen. Diesmal konnte sich Christiansen nur für eine anderthalbtägige Stippvisite von den Krankentransporten loseisen, die er in der Umgebung von Stavanger und Oslo organisiert. Aber das sei nicht tragisch, so der Nordmann: „Ich komme wieder!“

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