Sasse und Craft Beer Brauerei Finne kreieren ersten Münster-Whisky

Hier lagert der Münster-Whisky für ein Jahr. (Foto: Matthias Höing/Feinbrennerei Sasse)
Hier lagert der Münster-Whisky für mindestens drei Jahre. (Foto: Matthias Höing/Feinbrennerei Sasse)

Lagerkorn meets Craft Beer: Die Startup-Brauerei Finne und die Spirituosenmanu- faktur Sasse bringen zusammen Münsters ersten Whisky auf den Markt. Eine speziell von der Craft Beer Brauerei hergestellte Würze wurde dafür in der Feinbrennerei in Schöppin- gen destilliert. Unter Aufsicht des Zolls wird das Destillat nun nach Münster gebracht. In der Finne-Brauerei entsteht im zweiten Brennvorgang dann der „New Make Spirit“, der dort für mindestens drei Jahre in Holzfässern zu Münsters erstem Whisky reift.

„Wir sind fasziniert von dem Startup-Spirit und den leckeren Bieren der drei Finne-Jungs“, sagt Rüdiger Sasse, Inhaber der Feinbrennerei Sasse. Für die Idee, Münsters ersten Whisky mit der Brauerei zusammen zu entwickeln, sei er deshalb sofort zu haben gewesen. „Sie sind für uns die idealen Partner. Die Jungs beleben die westfälische Brau-Tradition neu und bieten im Kreuzviertel hochwertige, von Hand gebraute Biere an, die alle einen ganz eigenen Charakter haben“, erläutert Rüdiger Sasse die ungewöhnliche Kooperation zwischen Brennerei und Brauerei.

Die Geschäftsführer der Finne, Florian Böckermann und Frank Sibbing, mischen zusammen mit Jörn Mertins seit Juni 2016 mit ihrer kleinen Bio-Brauerei die Craft Beer Szene ordentlich auf. „Finne bedeutet übersetzt Flasche und stammt aus Münsters Geheimsprache Masematte“, erklärt Florian Böckermann. Da sie der Stadt mit einst mehr als 100 Brauereien sehr verbunden seien, habe man sich bewusst für einen Namen in dieser Sprache ent- schieden.

Neben dem Ausschank von Klassikern setzen sie in ihrer Brauerei in Münsters beliebten Kreuzviertel vor allem auf kreative Newcomer sowie saisonale Spezialitäten – alle Rohstoffe stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Zudem entwickeln sie regelmäßig neue Rezepturen für ihre Flaschenbiere. „Der Lagerkorn von Sasse ist für uns eine feste Institution und aus Münster nicht wegzudenken“, sagt Florian Böckermann. Die jahrzehntelange Erfahrung, die Sasse mit fassgelagerten Spirituose habe, sei für die Finne Gold wert. „Außerdem gefällt uns der Erlebnischarakter der Brennerei. Wie bei uns können auch hier Besucher live miterleben, wie Getränke entstehen.“ In der Finne ist die Produktion gut sichtbar hinter der Theke platziert, der Gastbereich lädt zum Bier- genießen ein.

Und genau hier soll nun Münsters erster Whisky reifen. In der Finne wird dazu der Feinbrand hergestellt und eingelagert. Münsters erster echter Whisky muss mindestens drei Jahre lang reifen. Solange sollen die Gäste der Finne allerdings nicht warten, bis sie das erste Mal probieren dürfen: „Es ist geplant, nach einem Jahr Lagerung die erste Probe des Brandes zu ziehen“, sagt Rüdiger Sasse.

2 Kommentare

  1. Sasse brennt einen äußerst guten Lagerkorn, der schon fast Whisky-Charakter hat.
    Dann haben die tatsächlich einen Lagerkorn / Whisky geschaffen, der von einer schottischen Jury zum „besten kontinentalen Whisky“ gekürt wurde.
    Und jetzt einen „Münster-Whisky“?
    Ich bin sehr gespannt! :)

    1. Da haben wir ja mal etwas gemeinsam, bin ebenfalls sehr gespannt, ob sich der Whisky aus Münster vor den Schotten verstecken muss.

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