Rote Farbe für den Lütkenbecker Weg Wichtige Fahrrad-Achse im Südosten erhält in den nächsten sieben Wochen den Anstrich, der ihn zur "echten" Fahrradstraße macht

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Die Symbole sind nicht genug: Lindberghweg und Lütkenbecker Weg sollen nun mit roter Farbe zur "echten" Fahrradstraße umgestaltet werden. (Foto: Ralf Clausen)
Die Symbole sind nicht genug: Lindberghweg und Lütkenbecker Weg sollen nun mit roter Farbe zur “echten” Fahrradstraße umgestaltet werden. (Foto: Ralf Clausen)

Wer mit den Fahrrad von Gremmendorf, Angelmodde oder noch weiter weg aus südostlicher Richtung in die Innenstadt pendelt (oder in die Gegenrichtung), nutzt diese Strecke sicher schon lange. Bald soll sie Teil der Veloroute über Wolbeck nach Everswinkel werden. Bereits als 2017 der Lütkenbecker Weg und seine Fortsetzung Lindberghweg zu Fahrradstraßen erklärt wurden, sollten sie rot eingefärbt werden, damit die Autofahrer merken, dass sie hier nur noch als Gäste geduldet werden. Doch lange fand sich kein Bauunternehmen, das diesen Auftrag übernehmen wollte. Das scheint sich nun geändert zu haben: jetzt geht es los, ab heute werden die Straßen dafür erst einmal abgesperrt.

Die Stadt Münster kündigte relativ kurzfristig den Baubeginn für diesen „weiteren Schritt zur Verkehrswende auf kommunaler Ebene“ an. Das heißt: Wie bereits auf einigen Strecken in Münster so umgesetzt und für zahlreiche weitere Fahrradstraßen geplant, erhält mit der Fahrbahn von Lütkenbecker Weg und Lindberghweg nun auch „eine der wichtigsten Fahrrad-Achsen im südöstlichen Stadtgebiet (…) entsprechend der geltenden Qualitätsstandards eine markante rote Oberfläche“. Mehr noch: Um allen Verkehrsteilnehmenden zu verdeutlichen, dass es sich um Radverkehrs-Infrastruktur handelt, sollen „größere Schilder und neu gestaltete Plakate an der Strecke wie auch gut erkennbare Piktogramme auf dem Boden fortan für eine bessere Wahrnehmung sorgen“. Überdies sensibilisieren Dialogdisplays bereits seit Jahresbeginn für die einzuhaltende Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.

Stefan Pliquett, zuständiger Planer im Amt für Mobilität und Tiefbau bei der Stadt Münster: „Unsere Beobachtungen vor Ort, eine Bürger-Infoveranstaltung im vergangenen Jahr und viele weitere konstruktive Diskussionen haben uns klar aufgezeigt, dass es infrastruktureller Änderungen bedarf. Wenn man auf der Fahrrad-Achse künftig im Auto unterwegs ist, soll einfach zu erkennen sein: ‚Hier bin ich zu Gast‘.“

Diese Straße soll zukünftig als Teil der Veloroute über Wolbeck nach Everswinkel eine bedeutsame Rolle für den regionalen Radverkehr spielen. (Foto: Ralf Clausen)
Diese Straße soll zukünftig als Teil der Veloroute über Wolbeck nach Everswinkel eine bedeutsame Rolle für den regionalen Radverkehr spielen. (Foto: Ralf Clausen)

Schon in dieser Woche beginnen die vorbereitenden Maßnahmen. Bestehende Aufpflasterungen werden entfernt, Teile des Gehwegs umgebaut. Ende Juli starten dann die eigentlichen Asphaltarbeiten, für die  sieben Wochen geplant sind. Etwas umständlich erscheint die Umleitung für Radfahrer: sie sollen während der Arbeiten über den Albersloher Weg fahren. Anwohner sollen hier aber grundsätzlich passieren können. Da wird sicher längst nicht jeder genau dem empfohlenen Umweg folgen, sondern sich eigene Alternativen suchen. Die Stadt verspricht immerhin, rechtzeitig bekannt zu geben, wenn es während der Asphaltarbeiten zu weiteren Einschränkungen kommt.

Ferner heißt es in der Pressemitteilung, dass die Fahrrad-Achse als Abschnitt der künftigen Veloroute über Wolbeck nach Everswinkel eine bedeutsame Rolle für den regionalen Radverkehr spielt. Weil dadurch mit zunehmendem Radverkehr zu rechnen ist, soll die Anbindung an den Hauptbahnhof über die Schillerstraße ebenfalls noch in diesem Jahr fahrradfreundlicher gestaltet werden. Entsprechende Planungen seien derzeit in der finalen Abstimmung.

Ralf Clausen

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