Projektarbeiten am Hansa-Berufskolleg Studierende präsentierten trotz Corona ihre Marketing-Konzepte für Raphaels Eismanufaktur und die Lebensmittelretter von fairTEiLBAR

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Projektpräsentation für Raphaels Eismanufaktur mit Studierenden am Hansa-Berufskolleg (rechts) mit Raphael Viehoff und der Lehrerin Christin Bücher (Foto: HBK-LV)
Projektpräsentation für die Eismanufaktur mit Studierenden am Hansa-Berufskolleg (rechts), mit Raphael Viehoff und der Lehrerin Christin Bücher (Foto: HBK-LV)

Kurz vor Ende des Semesters präsentierten Studierende der Fachschule für Wirtschaft des Hansa-Berufskollegs ihre Projektarbeiten. Sie hatten trotz der Pandemie fünf Monate daran gearbeitet und die Projekte – dank digitaler Kommunikationsmöglichkeiten – auch erfolgreich zu Ende gebracht.

Die Projektgruppe der WF18A konzentrierte sich auf ein Marketingkonzept für eine neue Filiale der von Raphael Viehoff geführten Eismanufaktur. Anhand einer Umfrage wurde die Akzeptanz der Eismanufaktur im regionalen Markt analysiert sowie eine Zielgruppenforschung angestrengt. Und so fanden die Studierenden heraus, dass Raphaels Eismanufaktur mehr zu bieten hat als die Lieblingseissorten der Deutschen: Schoko-, Vanille- und Erdbeereis. Auf Grundlage des Alleinstellungsmerkmals der Eismanufaktur – individualisiertes Eisvergnügen mit nachhaltiger Qualität – wurden von der Gestaltung von Printmedien und digitalen Medien über die Raumdekoration bis hin zu zielgruppengerechten Aktionen ein Bündel von absatzpolitische Handlungsempfehlungen entwickelt, die die Marktstellung der neuen Filiale am Hansaring stärken. Gemeinsames Ziel war es, den Bekanntheitsgrad der Eismanufaktur zu steigern und das Eiscafé für die Zielgruppe „Hansaviertel“ attraktiver und mobiler zu machen. Beim nächsten Besuch der Eismanufaktur werden die Studierenden sicherlich die eine oder andere konzeptionelle Neuerung, die sie entwickelt haben, wiedererkennen und sich über die praktische Umsetzung freuen. Projektbegleitende Lehrerin ist Christin Büchter, Fachlehrerin für Absatzwirtschaft am Hansa-Berufskolleg.

Projektpräsentation der Studierenden am  Hansa-Berufskolleg mit Vertreterinnen des Unternehmens FairTEiLBAR (Mitte) und dem Leiter der  Fachschule Peter Koop. (Foto: HBK-LV)
Projektpräsentation der Studierenden am Hansa-Berufskolleg mit Vertreterinnen des Unternehmens FairTEiLBAR und dem Leiter der Fachschule Peter Koop. (Foto: HBK-LV)

Das unter dem Firmenname fairTEiLBAR geführte Lebensmittelgeschäft ist Münsters Shopping-Adresse für jene Kunden, die davon überzeugt sind, dass Gemüse, Obst und sonstige Lebensmittel köstlich und genießbar sind, auch wenn die Produkte aufgrund der äußeren Erscheinung im normalen Handel nicht mehr marktgängig sind. Druckstellen, ein überschrittenes Haltbarkeitsdatum oder Sortimentswechsel geben keinen Grund, Lebensmittel als Müll zu entsorgen. Davon sind die Firmeninhaber der fairTEiLBAR überzeugt. Hinter diesem Geschäftskonzept, dass sich das Einzelhandelsgeschäft an der Hammerstaße zu eigen gemacht hat, steht die Leitidee, dass Lebensmittel wertzuschätzende Güter und möglichst vor Verschwendung zu retten sind. Die angebotenen Waren weisen Bioqualität auf und stammen vornehmlich von regionalen Erzeugern, die dem Unternehmen auch eine Nachernte ermöglichen. Neben dem Verkauf stellt es auch Marmeladen u. a. in einer kleinen eigenen Manufaktur zum Verkauf her. Das Alleinstellungsmerkmal ist neben dem Leitgedanken der Lebensmittelrettung vor allem das Vergütungsmodell „pay what you feel“. Dies bedeutet, dass bei vielen frischen Lebensmitteln der Kunde entscheiden darf, was er für seinen Einkauf zahlen möchte. Auf Grundlage des Alleinstellungsmerkmals der Lebensmittelrettung mit Komponenten der pay what you feel Konzeption entwickelten die Studierenden der Projektgruppe WF18F von der Gestaltung der Printmedien über die Schaufensterdekoration bis hin zu zielgruppengerechten Aktionen ein Bündel von absatzpolitischen Handlungsempfehlungen. Gemeinsames Ziel war es, den Bekanntheitsgrad des Lebensmittelgeschäftes an der Hammerstraße zu steigern und das Geschäft nicht nur für eingeschworene Foodsaver, sondern auch für andere Zielgruppen, wie zum Beispiel für junge Familien und Rentner, attraktiv zu machen.

Da das Unternehmen bislang den Status der Gemeinnützigkeit trägt, wurde auch ein Konzept für die Rekrutierung von ehrenamtlich arbeitenden Mitarbeitern entwickelt, auf die das Unternehmen aufgrund der geringen erwerbswirtschaftlichen Ausrichtung angewiesen ist. Darüber hinaus erarbeitete die Projektgruppe Planungsmodule für einen schnittstellenarmen Einsatz von Mitarbeitern sowie Entgeltoptionen im Low-Budget-Bereich. Projektbegleitende Lehrer sind Margret Löbbert-Vogelsang und Peter Koop.

Die Studierenden der Fachschule für Wirtschaft werden ihr Studium als staatlich geprüfte Betriebswirtin, als staatlich geprüfter Betriebswirt abschließen. Einige von ihnen haben sich zeitgleich für einen Kooperationsstudiengang zum B.A. für Betriebswirtschaft an der Fachhochschule des Mittelstandes in Bielefeld eingeschrieben. Alle Studierenden haben eine abgeschlossene Berufsausbildung und arbeiten in kaufmännischen Berufen. Sie absolvieren ihren Studiengang an drei Abenden in der Woche am Hansa-Berufskolleg.

Mehr über das Hansa-Berufskolleg findet ihr unter www.hansa-berufskolleg.de

 

 

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