
Mehr Präsenz, mehr Ansprechbarkeit, mehr Sicherheit: Die Polizei Münster richtet im Umfeld des Hauptbahnhofs eine Mobile Wache ein. Der Anlaufpunkt soll Bürgerinnen und Bürgern künftig an drei festen Terminen pro Woche für Gespräche, Hinweise und Anliegen zur Verfügung stehen. Zudem wird die mobile Videobeobachtung fortgesetzt.
Die Mobile Wache wird nach Angaben der Polizei ab sofort montags von 8 bis 11 Uhr, donnerstags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags von 11 bis 14 Uhr aufgebaut. Zunächst ist der Standort im Bereich der Windthorststraße vorgesehen. Die Maßnahme ist Teil eines größeren Pakets, mit dem die Polizei gemeinsam mit der Bundespolizei und weiteren Akteuren auf die besonderen Herausforderungen im Bahnhofsquartier reagiert.
Mehrere Bausteine
Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf ordnet die Mobile Wache als einen Baustein innerhalb mehrerer Instrumente ein. „Sicherheit entsteht nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern durch das konsequente und kontinuierliche Zusammenspiel vieler Instrumente. Die mobile Wache ist ein wichtiger Teil unseres Werkzeugkastens rund um den Hauptbahnhof“, sagte Dorndorf. Ziel seien Sichtbarkeit und direkte Ansprechbarkeit: „Wir stehen für Sichtbarkeit, Ansprechbarkeit und Nähe zu den Menschen.“ Die Mobile Wache ergänze unter anderem gemeinsame Streifen mit der Bundespolizei, Videobeobachtung, die Waffen- und Messerverbotszone sowie Schwerpunkteinsätze – sowohl offen als auch verdeckt. „Wir wollen frühzeitig zuhören, präsent sein und gemeinsam mit den Menschen vor Ort für Sicherheit sorgen“, so Dorndorf.
Ort für niederschwellige Präventionsgespräche
Nach Darstellung der Polizei soll die Mobile Wache auch einen niedrigschwelligen Zugang für Präventionsgespräche schaffen. „Der direkte Dialog hilft uns dabei, Entwicklungen frühzeitig wahrzunehmen, Probleme gemeinsam zu lösen und Sicherheitsmaßnahmen zielgerichtet einzusetzen. So wird Sicherheit gemeinsam mit den Menschen vor Ort geschaffen“, erklärte die Polizeipräsidentin.
Videoüberwachung fortgesetzt
Ergänzend verweist die Polizei darauf, dass sie die mobile Videobeobachtung im Bahnhofsumfeld fortsetzt. Dafür sind zwei Kamerasysteme an der Windthorststraße an den Ecken Achtermannstraße und Berliner Platz vorgesehen, mit Blickbereichen auch in Richtung Bahnhofsstraße und Von-Steuben-Straße. Aufzeichnungen werden laut Polizei grundsätzlich bis zu 14 Tage gespeichert; nicht relevante Bereiche wie Wohnungen oder Arztpraxen sollen technisch unkenntlich gemacht werden. Bei öffentlichen Versammlungen sollen die Kameras in den betroffenen Zeiträumen ausgeschaltet werden.
