Öffnet Dominikanerkirche im Sommer? Umbau-Zeitplan verzögert sich / Orchester testet Akustik / Kunstwerk kehrt im Mai zurück

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Per Hubsteiger bringen Handwerker Akustikelemente hoch oben an den Wänden der Dominikanerkirche an. Voraussichtlich im Sommer kann nach allen Umbau- und Sanierungsarbeiten die profanierte Kirche als Konzert- und Veranstaltungssaal wiedereröffnet werden. (Foto: Stadt Münster / Michael C. Möller)
Per Hubsteiger bringen Handwerker Akustikelemente hoch oben an den Wänden der Dominikanerkirche an. Voraussichtlich im Sommer kann nach allen Umbau- und Sanierungsarbeiten die profanierte Kirche als Konzert- und Veranstaltungssaal wiedereröffnet werden. (Foto: Stadt Münster / Michael C. Möller)

Gleich mehrere Faktoren haben den Zeitplan für die Sanierung und den Umbau der barocken Dominikanerkirche an der Salzstraße durcheinander gewirbelt. Die Wiedereröffnung der profanierten Kirche als Konzertsaal und Kulturort sowie als prächtige Kulisse für das Kunstwerk „Zwei graue Doppelspielgel für ein Pendel“ von Gerhard Richter wird deshalb voraussichtlich erst im Sommer dieses Jahres stattfinden.

Die umfangreichen Baumaßnahmen, die das Amt für Immobilienmanagement koordiniert, sollten eigentlich im Frühjahr abgeschlossen werden. Nun aber verzögern sie sich aus mehreren Gründen: Zwei Wochen stand wegen des Schnees alles still auf der Baustelle, Handwerker fielen aus wegen der herrschenden Pandemie. Es gab Lieferschwierigkeiten zum Beispiel bei den Akustikelementen, und auch zusätzliche Arbeiten wie zum Beispiel die Gewölbedämmung führten zu Verzögerungen.

Für die kommenden Monate stehen noch zahlreiche Aufgaben in der zwischen 1708 und 1725 erbauten Kirche an. Anfang April werden zunächst das Baugerüst und der Bodenschutz aus dem Innenraum entfernt. „Danach ist Platz, um die Akustik im künftigen Konzertsaal zu testen“, sagt Projektleiterin Annegret Mantke vom Amt für Immobilienmanagement. Unter anderem das Sinfonieorchester des Theaters wird probeweise in der Dominikanerkirche spielen und prüfen, ob der Raumklang hohen Ansprüchen genügt.

Im Mai wird das zurzeit eingelagerte Richter-Kunstwerk wieder in der Kirche aufgebaut, Spezialisten übernehmen die Installation der riesigen Wandspiegel und des Focaultschen Pendels in deren Mitte. Es schwingt über einer zentrierten Platte, in die sein Antrieb eingelassen ist – ein Zusammenspiel, das genau austariert werden muss. Bereits seit Anfang März restauriert wird der westfälische Barockalter aus dem Jahr 1699, insgesamt drei Monate dauern diese Arbeiten. Und neben all den handwerklichen und künstlerischen Herausforderungen muss auch noch ein Hygienekonzept für die Besucher erstellt werden.

Wie die Wiedereröffnung der Dominikanerkirche konkret aussehen könnte – das ist noch völlig unklar. Die Pandemielage im Sommer wird dafür die Rahmenbedingungen vorgeben.

Mehr Informationen zur Dominikanerkirche hält die Stadt Münster unter www.stadt-muenster.de/dominikanerkirche bereit.

 

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